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Bonsaimachos

Werbung (Anmerkung siehe unten im Text)

 

ELAC BS 403 im Test

Heute checke ich für Sie die BS 403 von ELAC, von der ELAC selber im Katalog schreibt: "In kleinen bis mittelgroßen Räumen verblüfft sie mit einer Wiedergabe, an der man nichts vermisst!" Schaun mer mal. Wenn ich mal kurz einen Kollegen zitieren darf, der zur BS 403 folgende Worte sprach: "Ich weiß ja auch nicht, wie die´s hinbekommen, aber obwohl die technischen Daten mehr oder weniger identisch sind, klingt die 400er Serie immer noch besser als die 200er." Dem ist an sich nichts hinzuzufügen außer, dass ich weiß, warum.

Was ist dran und drin in der ELAC BS 403?

Was man nicht sieht, sind die besseren Bauteile als in der 200er Serie. Das betrifft insbesondere die verwendeten Luftspulen und die Innenverkabelung. Das wollen wir auch gar nicht weiter erläutern, den Artikel soll ja auch jeder kapieren. Aber 7,3 kg gegen 5,2 kg bei der BS 243.3 weisen auf mehr Materialeinsatz hin. Sichtbar, zumindest mit etwas Mühe, ist dagegen der nach unten abstrahlende Bassreflexport, der BS 403.

ELAC BS 403 Bassreflex

Da gibt es ein Bodenbrett mit definiertem Abstand zur Bassreflexöffnung, die direkt darauf zielt. Übrigens sehr wirkungsvoll, die ELAC BS 403 hat sauber viel Bass für die Größe. Ganz interessant war bei meinen Soundchecks, dass die 403er deutlich mehr gerdröhnt hat, wenn man sie angeschrägt nach unten betrieben hat, ohne das Bodenbrett dabei vollflächig zu unterstützen. Da scheinen sich Resonanzen zu bilden, die man nur umgehen kann, indem man das gesamte Bodenbrett stabil unterstützt und den Lautsprecher so anschrägt. Ich spreche vom Betrieb über Kopfhöhe, wo es Sinn macht, den Hochtöner nach unten auf den Hörplatz auszurichten, damit der Hochton, der sehr direkt abgestrahlt wird, nicht über die Köpfe der Zuhörer hinweggeht.

Sonst von außen nichts Neues, Jet 5 Hochtöner und als Bass der bekannte AS-XR-15er-Konus:

ELAC BS 403 Gesamtansicht

Das Himbeerdesign ist von mir und zeigt, wie schön ELAC die Hochglanz Oberflächen aufpoliert. Die Verarbeitung kann als makellos gelten. Fette Single-Wiring-Anschlüsse auf einer soliden Aluplatte sorgen für problemloses Stromzapfen:

ELAC BS 403 seitlich von hinten

Aufstellung der ELAC BS 403 und ein Wort zu geeigneten Verstärkern.

Diesmal heb ich mir den Klang für den Schluss auf. Wohin mit der BS 403? Ständer ist immer gut, auch wenn Sie dem Lautsprecher weibliche Namen geben möchten. (So Bemerkungen erwartet man vom Bonsaimacho) Wie immer macht es Sinn, dass der Hochtöner auf die Ohrhöhe am Hörplatz hinzielt. Mit dem Wandabstand kann man ein wenig experimentieren, da der Bass der BS 403 aber gefühlt noch mehr knallt, als bei einer 244.3 oder der BS 263, sollte man mit 25-50 cm Abstand zur Rückwand experimentieren. Damit ist die Eignung für´s Regal eigentlich auch schon ausreichend beschrieben. Eher nicht. Wer die 403er allerdings in Regal presst, sollte gleich konsequent hart zu ihr sein und sie auch noch seitlich einbauen, da hat der Klang meiner Meinung nach weniger gelitten als frei zu eng vor der Wand. Also holt den alten Brockhaus raus, klatscht ihn daneben, dann glauben zwar alle, ihr könnt nicht googeln, aber dem Schall ist klar, dass es nur nach vorne geht, oder so.

Anhaltspunkt für die Verstärkerleistung sollten die in der Air X 403 verbauten 150 Watt sein. Alternativ gehen auch mal weniger nominelle Watt, wenn der Verstärker einen Ringkerntrafo hat und entsprechend stromstabil ausgelegt ist. Die BS 403 nimmt unterklassige Einsteigerverstärker übel und beschwert sich hörbar darüber. Nach oben dankt sie mehr Stromstärke mit gefügigem Wohlklang. Da geht noch was bei besserer Versorgung. Wer bei geringen Zimmerlautstärken schon sauberen Bass haben möchte, sollte hier nicht geizen. Das kann man sich in etwa wie die Versorgung mit einem bedingungslosen Grundeinkommen vorstellen. Das führt zu einem strahlenden Klang.

Wie klingt die ELAC BS 403?

Welch Übergang. Dabei trifft´s strahlend gar nicht so genau. Unerwartet wuchtig mit sehr hoher Präzision, klaren Konturen der beteiligten Stimmen und Instrumente sowie der Jet-5-typischen Luftigkeit in den höheren Frequenzen passt eher. Die BS 403 klingt definitiv größer als sie ist. Offensichtlich ermöglichen ihr die besseren Bauteile dabei, nicht den Fehler vieler ochsenfroschartig aufgeblasener Klein- und Kleinstboxen zu machen, nämlich zu starken Bass durch zu groben Hochtoneinsatz zu kompensieren (auszugleichen halt). Hoch- Mittel- und Tiefton sind definitiv in ausgeglichenem Maße vorhanden, würde man beim Anblick des Riesenzwergs nur nicht erwarten.

Die Bühne fällt größer aus als bei den ähnlichen Lautsprechern aus dem Hause ELAC, als da sind, die BS 243.3, die BS 244.3 (die noch am nähsten dran ist), die BS 312 und die BS 263. Die Instrumente werden klar in die Tiefe gestaffelt und bekommen Konturen verliehen. Selbst abseits optimaler Hörpositionen füllt der Bass noch den Raum. Halt wie bei einer wirklich größeren Box. Kann man eigentlich leicht zusammenfassen: Die BS 403 wächst über sich hinaus und steht mit einer UVP von 1.700.- Euro nicht umsonst (Scherz) an der Spitze von ELACs Kompaktlautsprechern. Wobei man munkelt, die solle es inzwischen auch schon zu sehr erschwinglichen Preisen geben, da könnte man ja mal bei mir nachfragen.

Was uns wieder mal dermaßen auf den Punkt bringt -

Die ELAC BS 403 kaufen

Wo? Hier. Ungetestet? Nö. Sie können gerne vorbei kommen und sich vom Klang der BS 403 verzaubern lassen oder mal nach den Möglichkeiten fragen, sie in den eigenen 4 Wänden testen zu können. Zum Thema Preis gilt: Wer anruft und nicht weiß, warum er ein Produkt günstiger haben möchte, zahlt voll. Wer vor 9.00 Uhr anruft, zahlt mehr als üblich und wer Sonntags oder Feiertags anruft, muss bis zum nächsten Werktag warten.

 


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