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Bonsaimachos

Werbung? Ja, den sollte man unbedingt haben!

 

Klipsch Heritage HP-3 Kopfhörer Test

 

Hier erfahren Sie alles über den brandneuen Klipsch Heritage HP 3 Kopfhörer, den ich erstmals in der Version für Europa testen durfte. Die hier gezeigte Farbe nennt sich oak, also Eiche brutal und das ist Vollholz, was nach Vollholz aussieht:

klipsch_heritage_hp_3_kopfhoerer_auf_kirschbaum

Der HP 3 besticht durch allerfeinste Materialien. Handvernähtes Schafsleder an den Ohrpolstern, der Bügel mit feinstem Rinderleder überzogen, ansonsten Holz, Alu, Edelstahl, nylonummantelte Anschlusskabel in 2 Längen und ein Kopfhörerhalter aus Stahl. Sensationell ist auch die Verpackung in der dieses 1.599.- Euro Schnäppchen geliefert wird. Die bringt mit dem HP 3 zusammen 4,8 Kilogramm auf die Waage und ist mit derart schmutzigen Psychotricks entwickelt worden, dass die Beschreibung den seriösen Rahmen so sprengt, dass Google die Seite nicht vernünftig werten wollte. Ich hab sie für Sie ausgelagert und zwar hier hin.

Für alle seriösen HiFi Fans hier ein Bild der geöffneten Packung:

klipsch_hp3_ausgepackt

Der Anspruch heißt ganz klar, in der obersten Liga mitspielen.

Der Tipp vom Sohn - coole Produkte vor Schnee fotografieren - wie wahr:

klipsch_hp_3_vor_schnee

Cool!

Aber wie heißt es doch so nett auf T-Shirts? "Schön sein muss nur, wer sonst nichts kann!" Mag man sich gar nicht vorstellen, dass das Zutreffen könnte. Also Soundcheck.

"Scheißegal, wie das Teil klingt - Hauptsache, es sieht geil aus." (Zitat: Mein Frisör)

Hörtest mit dem Klipsch Heritage HP 3

Dieser Hörtest ist genau so valide, wie jeder andere Hörtest einer Fachzeitschrift. Denn wie sprach ich schon, bevor ich wieder in den Handel einstieg: "Wenn 10 Leute zum Ohrenarzt gehen, kommt auch objektiv 10 Mal was anderes raus - Wer soll also für Sie Probe hören?" Insofern  beschreibt dieser Hörtest, was ich als auffällig, besonders, oder anders als bei vergleichbaren Produkten empfand. Sie sind aber gerne eingeladen, mich nach telefonischer Terminabsprache zu besuchen, und sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Der allererste Höreindruck? Ich war überrascht. Von Klipsch hatte ich, geprägt durch die Lautsprecher, eigentlich einen Dampfhammer im Bass mit superhohen Höhen als Gegenpart erwartet. Statt dessen kultiviertester Sound. Eine neutrale aber dynamische Abstimmung par excellence. Klipsch behauptet ja auch selber, dieser Kopfhörer spiele für einen Bruchteil des Preises auf, wie deren allerbeste Lautsprecher. Mit dieser Klangbeschreibung liege ich übrigens ein wenig neben der firmeneigenen Einschätzung, die durchaus von ultrabrillianten Höhen und Hammerbässen berichtet. Kann ich nicht genau so bestätigen, erschien mir neutraler als erwartet.

Weil man an seinen Prägungen nicht vorbei kommt, hab ich bei Klipsch natürlich zuerst auf die Bässe geachtet. Die zeigen ein, finde ich, auffälliges Phänomen - je länger man hört, je höher auflösend das zugespielte Material wird, desto mehr Nuancen von Bass entdeckt man. Ich weiß nicht, ob das jetzt blöd klingt, aber der Klipsch HP 3 differenziert zwischen hunderten verschiedenen Basstönchen, vom mittelhohen Bass auf schlechteren Aufnahmen, zu tieferem Bass, zu noch tieferem Bass und im High-Res-Bereich zu abgrundtiefem Bass, wie ich das selten so fein abgestuft gehört habe. Man hört die einzelnen Instrumente und wie sich deren Basstöne in komplexeren Arrangements überlagern, ergänzen und unterscheiden.

Komplex ist sowieso ein gutes Stichwort. Je mehr Instrumente mitmischen, um so grandioser gibt der HP 3 ihnen einen eigenen Raum, individuelle Merkmale und Klangfarben. Ein Spezialist für schwieriges Material. Da wird der Unterschied zu vielen Wettbewerbern auffällig. Irgendwie bleibt jedes Instrument einzeln präsent, alles zusammen klingt aber auch hervorragend, arrangiert halt. Unnötig zu erwähnen, dass er schlechte Aufnahmen entlarvt, aber nicht schonungslos. Es bleibt immer ein Hauch Musikalität. Falls Sie verstehen, was ich meine. Das ist dieser sehr schmale Grat, der in meinen Ohren einen wirklich hervorragenden Lautsprecher für HiFi von einem Studiomonitor unterscheidet. Der Klipsch HP 3 bleibt da auf der Sonnenseite.

Die Mitten. Im Stimmbereich ist ehrlich wohl die beste Beschreibung des Sounds. Nach kurzer Eingewöhnungszeit ist es sogar möglich, auf Live-Aufnahmen zu bemerken, wo der Sänger mit dem Mikrofon rumgehampelt hat. So präzise ist die Abbildung. Man hört jedes Atmen, die im Studio drüber gelegten Effekte, im besten Wortsinn, alles und ohne, dass es nervt. Ein Kopfhörer zum lange Hören.

Kurzer Ausflug ins Handling: Hat man den Kopfhörer länger auf, brauchen Sie keine Tropfsteine in den Ohren zu befürchten, wenn Sie kalkhaltig schwitzen, der ist bestens belüftet, wenn da wer schwitzt, liegt´s an den Wechseljahren.

Der Hochtonbereich - da fragt ihr jetzt den Falschen. Man weigert sich zwar immer, das einzugestehen, aber jenseits der 50 hört inzwischen manche Fledermaus besser als ich. Jedenfalls so weit ich rauf hören konnte - genial. Nicht so "flüchtig", wie die Tractrix Hörner der Klipsch Lautsprecher, eher leicht, luftig, mit Substanz. Was ich zu erklären versuche ist dieser Klang perfekten Timings in der Musik. Früher konnten die Verstärker und Lautsprecher nicht schnell genug sein, ehe ich die Musik als zeitlich "richtig" dargestellt empfand, da bin ich mit den Jahren und der Hörerfahrung ein wenig zurückgerudert. Diesen Punkt zwischen zu schnell, flüchtig und präzise, gehaltvoll, deutlich vor gemessen, träge treffen die HP 3 über den gesamten Frequenzbereich.

Was ist mit Spielfreude, Attacke, Biss? Alles da, wenn es mit aufgenommen wurde. Die Größe der Bühne liegt im Spitzenfeld, vereinzelt gibt es Wettbewerber, die das Klanggeschehen noch einen Tick breiter verteilen. Wer aber genau hinhört, merkt, dass trotzdem jedes Instrument seinen Platz findet. Das meine ich mit Freude an komplexem Musikmaterial.

Fazit - Klang der Klipsch HP 3 Kopfhörer:

So wie ein echter Gentleman, dezent, korrekt, gepflegt, halt passend. Ein Sound für die Generation mt Spaß an Musik, die noch den linearen Frequenzgang schätzt. Auf höchstem Niveau.

Egal, wo er ist - er findet sein Publikum:

klipsch_hp_3_auf_kirschbaum_mit_katze_im_hintergrund

Manches Motiv kommt eben wie gerufen.

 

Handling und Tragekomfort des Klipsch HP 3

Aufgrund der verwendeten Materialen Echtholz, Edelstahl und Aluminium ein mit 440 Gramm recht schwerer Kopfhörer. Einmal aufgesetzt, merkt man davon nichts. Der sitzt perfekt. Das Kabel ist in keinster Weise anfällig für Berührungen, die man an manchem Konkurrenzprodukt duchaus hört. Die halboffene Bauweise wird so definiert, dass leisere Umgebungsgeräusche komplett ausgeblendet werden, ein Telefonklingeln aber durchdringt. Die Ohrmuscheln sind super weich und liegen genau so solide an, wie der ganze Kopfhörer aussieht. Wenn man verzweifelt nach irgendeinem Kritikpunkt an diesem Superkopfhörer sucht, findet man den einzigen da, wo Qualität auf Behinderung trifft - an Brillenbügeln machen Bewegungen Geräusche, weil das doch recht stabil hin gedrückte Leder zum Knarzen neigt, bewegt man die Brille oder den Kopfhörer. Geniesser schließen aber eh die Augen beim Musikhören, dann brauchen sie keine Brille.

 

Zur Technik im HP 3 Kopfhörer von Klipsch:

klipsch_hp_3_treiber_seitlich

Ich nehme an, man kann es nicht lesen, aber auf dem Aluring prahlt Klipsch bereits mit dem verwendeten 52mm biodynamischen Treiber mit Neodymmagneten. Das ist jetzt kein Kopfhörer für Veganer, wo einem Gemüse um´s Ohr bammelt.  Diese "Free-Edge 52mm Bio Dynamic Drivers" haben eine mit Kunstfasern verstärkte Zellstoffmembran, offenbar aus biozertifiziertem Zellstoff, die von einem extrem starken Magneten angetrieben wird, um optimale Impulstreue zu garantieren. Die Gummiaufhängungen sorgen für eine Festigkeit und Starre des Treibers, die den Treiber nicht rumeiern lässt, sondern zu einer präzisen Hubbewegung, wie bei einem Kolben führt. Das dient der Präzision in der Klangabbildung. Die Konstrukteure haben selbst an dieses Bergfahrsymptom gedacht, bei dem manche Kopfhörer durch die Bewegung der Membran einen leichten Druck auf die Ohren des Hörers übertragen, wie beim Tauchen. Das passiert dem HP 3 nicht. Der gesamte Kopfhörer wird in Handarbeit zusammengebaut, was sich Klipsch selber mit einem hoch offiziellen Zertifikat bestätigt. Das wirkt zwar ein wenig lächerlich, der HP 3 erreicht aber sein Ziel Spaß an super präzise abgebildeter Musik zu vermitteln.

 

Bilder von den magnetisch befestigten Ohrpolstern des Klipsch Heritage HP 3

Die Ohrpolster des Klipsch HP 3 sind durch einfaches Ziehen abnehmbar, weil sie, wie manche Lautsprechergitter, magnetisch befestigt sind:

klipsch_hp_3_magnetisch_befestigte_ohrpolster_abgenommen

Da hat wer mitgedacht: Man kann sie nicht nur wechseln sondern auch nicht falsch herum befestigen, weil da so keine Aussparungen dran sind, die nur an einer Stelle korrekt passen:

klipsch_hp_3_ohrpolster_mit_montagehilfe

Auch hier besticht die Verarbeitungsqualität mit Liebe zum Detail. Auf der anderen Seite sieht es so aus:

klipsch_hp_3_ohne_earpads_ohrpolster

Hoffe, man erkennt die kleinen Kunststoffspitzen, die in die Aussparungen der Ohrpolster gehören. Die halboffene Bauweise der HP-3 Kopfhörer ermöglicht ein sehr natürliches Hörgefühl und hilft recht sicher, nicht von Fahrzeugen mit Sirene überfahren zu werden.

 

Technische Daten Klipsch HP 3:

Kabellängen: 1,37 m und, 2,5 m für 6,3 mm bzw. 3,5mm Klinkenanschlüsse 2 separate Kabel

Links / Rechts können Sie selber definieren, je nachdem, wie rum Sie die beschrifteten Kabel einstecken.

Frequenzgang: 5 Hz bis 45 kHz

Impedanz: 25 Ohm

Empfindlichkeit: 98dB / mW

Maximale Eingangsleistung: 1.800 mW

Gewicht: 440 g

 

Kurz zur Bedeutung der technischen Daten: Genau wie die Lautsprecher von Klipsch ist auch der Heritage HP 3 auf Genügsamkeit getrimmt. Man braucht keine hochklassige Verstärkung, um Spaß an dem Kopfhörer zu haben. Ein simples Smartphone genügt. Was jetzt im Rückschluss nicht heißt, dass mit einem guten Kopfhörerverstärker nicht mehr aus dem HP 3 raus zu holen wäre. Das dankt er durchaus. Siehe weiter unten das Kapitel Spielpartner.

 

Klipsch HP 3 Kopfhörer kaufen bzw. zuhause testen, mit 14 tägigem Rückgaberecht

Zur Zeit kann ich Ihnen ausschließlich den HP 3 in oak für 1.599.- Euro anbieten, und das auch nur in limitierter Stückzahl deutlich unter 10. Andere Farben stehen bei Klipsch noch nicht zur Verfügung. Vorbestellungen werden entgegen genommen. Für Hörtermine im Raum München / Erding bitte anrufen: Tel.: 08124 528225. Die Varianten Walnuss und Ebenholz werden folgen. Das Produkt ist ausschließlich im Fachhandel zu beziehen.

Wer aus anderen Testberichten auf Deutsch abweichende Preise kennt, die sind leider sachlich falsch, da stimmt auch der angegebene Vertrieb nicht. Habe extra noch mal nachgefragt - 1.599.- Euro ist korrekt.

Wer meint, das sei teuer, möge bitte überlegen, dass er bei dem Sound über Lautsprecher die ersten 10.000 Steine bereits los ist, ehe er überhaupt an die Verstärkerelektronik gedacht hat. Das eigentlich Tragische an diesem Preis ist, dass er zu günstig ist, um in der High-End-Szene wahr genommen zu werden. Egal was der HP 3 kann, so lange er die magische 2.000.- Euro-Grenze nicht knackt, werden High-Ender müde lächeln und mehr für oft weniger Klang bezahlen. Glaubt dem alten Mann.

Meine Testgeräte gibt es mit 10% Preisnachlass auf die unverbindliche Preisempfehlung. Der Zustand ist excellent, inkl. der original Verpackung.

 

Passende Spiepartner zum Klipsch HP 3:

Ich hab den HP 3 an Kopfhörerverstärkern von TEAC und Cambridge Audio getestet und war begeistert. So eine Review macht wirklich Spaß. Als passenden Spielpartner würde ich, für Leute, die tatsächlich den perfekten Klang erleben wollen, den RME ADI 2 pro vorschlagen. Den habe ich hier getestet und ihm genau das bescheinigt, was auch für den Klipsch HP 3 gilt, der macht alles einfach so, wie es auf der Aufnahme vorgesehen ist. Der RME ist allerdings ein wenig teuer. Von Klipsch selber wird es einen erschwinglichereren Kopfhörerverstärker passend zum HP 3 geben, da werde ich berichten, sowie es Muster gibt.


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