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Bonsaimachos

Werbung (? siehe Anmerkung unten im Text)

Klipsch Heritage The Three Test

 

Ich war ja bisher extrem sparsam damit, Alternativen zu Yamahas wirklich feinem Musiccast Multiroom System zu zeigen, weil mich das Gebotene so gar nicht überzeugen wollte. Die The Three von Klipsch mit dem DTS Play-Fi Multiroomsystem machen aber, nicht nur optisch, einen so guten Eindruck, dass ich sie vorstellen möchte:

 

Das Auspacken - Der Stil kommt zurück:

klipsch_the_three-ausgepackt

 

Wunderschön, oder? Walnuss Echtholzfurnier mit Schaltern aus gezogenem Kupfer. Das Volumen entspricht in etwa dem einer Sono... (Gesundheit) Play 5 Plastikschachtel, der es auch sonst einiges voraus hat. So spart man sich den Son.. (Gesundheit) Connect nebst Phono-Vorverstärker, möchte man beispielsweise einen Schallplattenspieler anschließen. Die The Three von Klipsch hat nämlich einen schaltbaren Cinch-Anschluss, der, je nach Schalterstellung, einem Platten- oder CD-Spieler Anschluss gewährt. Doch damit nicht genug - Es findet auch ein PC über einen USB B Anschluss Verbindung, soweit man nicht den 3,5 mm Klinkenstecker oder, noch einfacher, das eingebaute Bluetooth verwendet, das auch den höherwertigen aptX-Standard beherrscht. Als Farben kommen Walnuss oder Ebenholz, zu dem manche auch schwarz sagen, in Betracht.

 

So sieht die noble Zigarrenkiste (B=34,8 cm, H=17,8cm, T=20,3cm) von hinten aus:

klipsch_the_three_hinten

 

Das Zubehör kann sich auch sehen lassen:

klipsch_the_three_zubehoer

 

Fragen Sie mich jetzt nicht, warum neben Fernbedienung, Netzkabel, 3,5 mm Klinkenanschluss und dem USB-Verbindungskabel auch ein Brexit-Stromanschluss für England beiliegt, vielleicht für Europamuffel, wer weiß? Was sonst noch drin ist, sieht man dem Lautsprecher durch die schicke Abdeckung hindurch kaum an:

klipsch_the_three_front

 

Klipsch The Three Ausstattung:

 

Ganz schwach erkennt man die 2 Vollbereichstreiber, die von einem aktiven Langhubtieftöner mit entgegengesetzt arbeitender Passivmembran unterstützt werden. Als Frequenzgang gibt Klipsch 45 - 20.000 Hz an. Über die Leistung gibt es leicht unterschiedliche Angaben - entweder 30W Sinus 50W Musikleistung oder 60 / 80W. Meines Wissens arbeiten in dem Lautsprecher 2 Vollbereichstreiber an je einer 30 W Class D Verstärkung und dem Bass haben sie einen 50 W Class D Verstärker gegönnt. Das wäre irgendwo dazwischen. Ein schönerer Hinweis, wo es hingehen soll, sind die 103dB maximaler Schalldruck, die vermuten lassen, dass wir die Zimmerlautstärke mit den The Three doch deutlich hinter uns lassen können. Das Ganze ist ein Stereo-System, dafür vorgesehen, einen ganzen Raum zu beschallen.

Außerdem ist noch ein WLAN-Modul verbaut, das der Klipsch Zugang zur Welt des DTS Play-Fi Universums verschafft. Das ist ein Multiroomstreamingsystem, auf das auch bekannte Marken, wie Onkyo, Pioneer und Polk Audio, aber auch High-Ender, wie Rotel, Sonus-Faber und McIntosh setzen. Ermöglicht es doch High-Res-Streaming bis 192kHz, 24 bit. Die Grundidee ist also die selbe, wie bei Yamahas Musiccast System, kompatibel sind die DTS Play-Fi Geräte aber nur zwischen den teilnehmenden Firmen, nicht mit dem Yamaha eigenen Musiccast System. Deshalb möchte ich es auch als Alternative dazu kurz vorstellen.

 

Exkurs - DTS Play-Fi:

 

DTS Play-Fi Geräte arbeiten unabhängig von der jeweiligen Marke mit anderen Play-Fi Geräten zusammen. Damit ergibt sich über die Vielzahl der beteiligten Firmen ein mächtiges Produktportfolio. Eine Klipsch The Three kann  z.B. statt der Onkyo-eigenen, eher traurigen, Plastiklautsprecher eingesetzt werden und reagiert dann auf Onkyos Play-Fi fähige AV-Receiver. Was Play-Fi besonders macht, ist, dass es nicht nur mit Android, IOS oder Kindle Fire Apps steuerbar ist, sondern auch von  Windows-PCs aus genutzt werden kann. Ein Gerät kann in mehrere Zonen streamen, der Ton wird synchron in die angesteuerten Räume übertragen. Lautsprecher lassen sich zu Stereopaaren gruppieren und Soundbars können um 2 drahtlose Rear-Lautsprecher ergänzt, Surround-Sound liefern, bei dem sogar noch eine Lippensynchronisation mit dem laufenden Bild möglich ist. Die DTS Play-Fi App bietet zwar nicht den wirklich umfangreichen Service von Yamahas Musiccast System, ist aber in den Grundfunktionen, die ein Normalsterblicher bedienen kann, verdammt nah dran. Plug and Play wird hier ernst genommen. Man braucht kein Studium, um mit den Three zurecht zu kommen. Einzig ein wenig Geduld ist zu empfehlen - bis sie "paarungsbereit" für das WLAN sind, vergeht beim ersten Mal eine knappe Minute. Die Ankopplung ans WLAN gelingt erst, wenn das grüne Lämpchen langsam blinkt. Woher kenn ich das nur? Egal. Sollte die Anbindung ans WLAN nicht sofort klappen, das WLAN-Knöpfchen auf der Rückseite drücken und auf den zweiten Bestätigungston warten (ca. 8 Sekunden), der erste sagt noch gar nichts. Erneut muss das WLAN-Lamperl langsam blinken. Im WLAN-Empfang konnte ich, wie wir noch sehen werden, sogar Vorteile gegenüber Musiccast feststellen.

 

Die The Three in der Praxis:

 

Schließen wir das Teil mal an. Strom ran, Drehregler auf Bluetooth, pairen, und schon kann ich über mein Tablet Musik hören. Tipp: Falls der Sound nicht gleich beeindruckt, dreht den Stromstecker um, die The Three reagieren deutlich auf phasenrichtigen Anschluss. Da ist gleich mehr Bass da und die Stimmen kommen natürlicher. Geübten Nutzern reicht bereits der Bluetooth-Anschluss für die weniger audiophilen Streamingdienste, wie Spotify, Deezer, Juke usw. :

klipsch_the_three_regler

 

Mein Tipp: Reißen Sie den Lautstärkeregler mal nicht zu stark auf, die The Three verblasen die meisten herkömmlichen Streaminglautsprecher dermaßen, dass es eine Freude ist. Es ist kein Problem, auch größere Räume zu beschallen. Selbst bei geringen Lautstärken ist der Bass schon gut dabei, dreht man auf, kracht´s richtig und geht wirklich laut, ehe leichte Verzerrungen einsetzen. Selbst MP3s klingen, obwohl ich sie nach wie vor nicht mag, schon sehr, sehr anständig. Details sind gut hörbar. Für einen echten Hörtest müssen aber höher auflösende Dateien her, sonst sag ich gar nichts.

 

Klipsch The Three als Multiroom bzw. WLAN Lautsprecher:

 

Wo kommen hoch auflösende Musikdateien bei mir her? Richtig von einer Synology NAS. Wir brauchen also einen Netzwerkanschluss. Dazu gleich der erste Tipp: Versuchen Sie es gar nicht erst mit der Klipsch App (Klipsch Stream), die hat einen tragischen Hang dazu, Sie zur Registrierung der Lautsprecher zu zwingen und funktioniert leider nur äußerst mittelprächtig. Die geeignete App zur Netzwerkanbindung heißt  "Play-Fi" und ist in den bekannten Play / App Stores gratis zu bekommen. App laden, den Installationsanweisungen folgen, fluchen, wenn´s nicht klappt. Mein Lieblingsthema - die Installation ist mit Anleitung (das sind die in Stein gemeißelten Bildchen mit Text, die im alten Ägypten erklärt haben, wie man Geräte ohne Plug and Play zum Laufen kriegt) noch einfacher als ohne. Netzwerkerfahrene werden die Three auch ohne zum Laufen bringen, wenn nicht - zurückschicken (ach nee, das ist zu modern - gehe zurück zu Anleitung).

Voraussetzung für eine erfolgreiche Installation ist ein "moderner" Router, das heißt, er sollte das 2,4 und 5 gHz-Netzwerk beherrschen. So was nennt sich Dualband Router mit 802.11n mit bis zu 300 Mbit/sec. Die gibt es von allen Herstellern, nicht nur von Asus, für die auf der DTS Play-Fi Homepage mächtig Werbung gemacht wird. Die üblichen Netzwerkprobleme treten auf, wenn Sie im Bereich vieler anderer WLAN-Netzwerke wohnen, oder parallel z.B. ein Sono. (Gesundheit) Netzwerk mit seinen "Störsendern" betreiben. Gerne sind auch Repeater oder D-Lan-Extender falsch konfiguriert, da hilft ein Fachmann, das kann man dem Produkt nicht anlasten. Bei mir hat alles genau so funktioniert, wie beschrieben, das war schon sehr nahe an Plug and Play. Der Zugriff auf die NAS funktioniert, wie bei Musiccast so lange problemlos, wie sie den vorinstallierten Gastzugang nicht mit einem Passwort dicht gemacht haben.

 

Gleich mal Härtetest:

wx030_the_three_vor_fenster

 

Aufgabe: High-Res-Streaming am weitest vom Router entfernten Punkt im Haus. Yamaha WX 030 gegen Klipsch The Three. Der Yamaha zeigt freundlicherweise die Stärke des WLAN-Netzes. Der erste Wert zeigt die Stärke des WLAN-Signals an und sollte laut Yamaha bei 60 oder höher auf einer Skala von 0 - 100 liegen, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Der Yamaha muss hier also nicht funktionieren, tut er aber seit Jahren. Der zweite Wert zeigt die Auslastung des Routers mit anderen Aufgaben. Dieser Wert sollte 0.0..irgend etwas betragen, um astrein zu funktionieren, da liegen wir also gut im Rennen.

signalstaerke_wlan_wx030

 

Der Internetradioempfang ist bei beiden Geräten gut, gehen wir es also mit CD-Qualität (44,1 kHz 16 bit) an. Null Problemo, wie Alf sagen würde, für beide Geräte klappt, wie am Schnürchen (Wortspiel mit Streaming). Keiner von beiden zuckt auch nur bei 96 kHz 24 bit (Studioqualität vieler Tonstudios bzw. SACD-Auflösung), wird perfekt abgespielt. Also 192 kHz 24 bit aufgefahren und siehe da, der Yamaha schweigt und zeigt auch noch Unsinn an:

high_res_streaming_ausfall_wx030

 

Das war definitiv keine MP3 Datei mit 44,1 kHz. Die Anzeige oben ist richtig. Nur leider kein Ton. Mal sehen, ob´s beim Klipsch klappt:

the_three_192khz_streaming_erfolg

 

Der blaue Balken zeigt´s, das funktioniert einwandfrei. Trifft mich als eingefleischten Yamaha Fan natürlich, ist aber ein Punkt für die Three von Klipsch. Die ist mit 499.- Euro UVP durchaus in einem anderen Preisbereich angesiedelt, als die WX 030 mit 279.- Euro, das sollte aber mehr Auswirkungen im Klang, als im Empfang haben. Einen Hinweis auf die Vorteile der Klipsch gegenüber der Yamaha bringt ein Blick auf die WLAN Anbindungen im Menü des Routers. Dort steht die Yamaha im 2,4 gHz Netzwerk mit einem maximalen Datendurchsatz von 11/16 Mbit/sec vermerkt, die Klipsch läuft im deutlich weniger störanfälligen 5 gHz Netzwerk mit 150/150 Mbit/sec als maximalem Datendurchsatz.

 

Schwächen der Klipsch The Three:

 

Zeit also, darauf rum zu hacken, was die Klipsch schlechter kann als der Yamaha Lautsprecher - einfach so. Da ist zunächst mal die, aus meiner Sicht, recht spionageverdächtige App. Mich nervt es schon bei Yamaha, dass deren App nach dem Standort verlangt. Natürlich gibt es die Versicherung seitens Yamahas, dass die die Daten nicht mal selber nutzen, aber warum muss das sein? Klipsch bzw. Play-Fi ist da gleich noch radikaler, die lassen sich den Zugriff auf alle möglichen (z.B. Medien, Standort...) Ordner einräumen. Leider auch auf die unmöglichen. Frag ich mich doch, was die Funktion des Internetradios mit meinem Kontakte-Ordner zu tun hat? Geht aber nicht ohne - was soll das? Da kann ich 10 Mal versichern, dass ich sicher nicht spioniere, wie es die DTS Play-Fi App auch gleich tut - da hat wohl jemand die Frage kommen sehen. Das ist Sch..lecht. Weniger schlecht, als arrogant finde ich das komplette Fehlen von Klangreglern bei der The Three. Das Teil klingt schon geil und hat seine Stärken in Bezug auf Spielfreude und peppiger Musikaufbereitung, Klugscheißer wie ich wollen da aber evtl. doch mal eingreifen. Ein wenig muss ich aber auch zugeben, dass die Klangregler nicht wirklich fehlen, aber dazu kommen wir im Hörtest. Ein weiterer Kritikpunkt fällt eigentlich nur im Vergleich zu Musiccast auf. Schalte ich meinen WX 030 aus, startet er mit dem Programm wieder, wo ich ihn ausgeschaltet habe (z.B. dem letzten Internetradiosender). Dafür bleibt der Yamaha aber auch immer im Standby, während der Klipsch einen harten Netzschalter hat. Aus ökologischer Sicht ein lobenswerter Aspekt, der zugleich das kritisierte Verhalten erklärt.

 

Insgesamt gibt es nicht viel zu nörgeln an der Play-Fi App, muss man doch berücksichtigen, dass Yamaha mit Musiccast einige Jahre Entwicklungsvorsprung hat und Play-Fi für Kritik offen zu sein scheint, haben die letzten Updates doch wichtige Funktionen, wie z.B. das echt fixe Stereopairing gebracht. Da ist noch einiges zu erwarten und was da ist, funktioniert gut. Die wichtigsten Streamingdienste, wie Spotify, Deezer, Napster, Juke, die Musik vom Steuervermeider, Tidal und Qobuz sind dabei. Aus den Auswahllisten des Internetradios funktionieren leider nicht immer alle angezeigten Sender, das mag aber auch an der regen Fluktuation bei Webradiosendern liegen. Die Favoriten sind, wie bei Musiccast, eine gute Möglichkeit, das Internetradio übersichtlich zu machen. Einfach auf das Herzchen rechts oben tippen, und der Sender wird den Favoriten hinzugefügt und dann - haltet euch fest bei Yamaha - stehen diese Favoriten für sämtliche Play-Fi-Geräte im selben Netzwerk zur Verfügung. Geht doch. Die Ehrlichkeit des Bonsaimachos gebietet es aber darauf hinzuweisen, dass auch Play-Fi nicht ganz ohne Schwächen ist. Siehe hier der Abschnitt über den Haken an Play-Fi.

 

Kommen wir schlussendlich zur entscheidenden Frage - Wie klingen die Klipsch The Three?

 

Beeindruckend beschreibt es wohl am besten. Diesem, einem Zigarrenhumidor nicht unähnlichen, Lautsprecher traut man das Bassfundament einer mittelgroßen Standbox nicht zu. Ich kann nur dazu raten, dem Teil einen soliden Unterbau (Granitplattte) zu verpassen und die Füße ein wenig davon zu entkoppeln (Filz z.B.). Jüngere werden es lieben, HiFi-Gourmets zumindest respektieren. Ich sag mal so. Hammer ist die Spielfreude, die anspringende Lebendigkeit der Musikwiedergabe. Die Details werden trotz einer Tendenz zur Basslastigkeit nicht unterdrückt und für Vollbereichstreiber kommen auch die obersten Tonlagen absolut authentisch rüber. Den Vergleich zu den mir bekannten Streaminglautsprechern gewinnt die Three locker, einfach, weil sie nicht nur Bass kann sondern auch differenzierten Mittel-Hochton. Ihre Königsdisziplin ist die beschwingte Beschallung des Hauses. Ein echtes Gaudinockerl, wie man in Bayern sagt. Ich glaube, dass die Abstimmung für die Ingenieure  wirklich nicht einfach war und dass sie die lieber nicht durch Klangregler kaputt machen lassen wollten. Die Three macht nichts falsch, verleiht nur manchen Musikarten mehr Druck als üblich. So getragene Musik ist weniger ihr Ding. Klassik, gerade Orgelkonzerte, belebt sie hingegen durchaus angenehm. Ihre Stärken entfaltet sie da, wo man es braucht, nämlich bei Zimmerlautstärke, auch deutlich gehobener. Dreht man noch weiter auf, sollte man das Gerät gut fixieren, sonst neigt es zum Scheppern, da setzen dann deutliche Verzerrungen ein, dann ist man aber schon in dem Bereich, wo man auch eine Turnhalle beschallen könnte.

Wer Rock, Pop, Elektro, Mutterfickerrap aber auch jede Art von Tanzmusik, Kiffermusik und Techno mag, ist mit der Three bestens bedient. Wer britische Klangkultur sucht, oder die hoch analytische Fraktion schätzt, kommt eh nicht auf die Idee, sich einen so günstigen Streaminglautsprecher zu kaufen. Wem die The Three eigentlich zwangsvorgeführt werden müsste, sind diejenigen, die behaupten, ihre deutlich teurere Play 5 von Son.. (Gesundheit) würde gut klingen, die müssten für die Three den Superlativ bemühen - klingt für einen so günstigen Streamingspeaker bestens. Die Three wären auch für 699.- Euro leicht ihr Geld wert, und da sprechen wir nur vom Klang, nicht von den überragenden Anschlussmöglichkeiten.

 

Fazit:

 

Meine Review ist sicher nicht die allein selig machende, aber wer für wenig Geld einen modernen Alleskönner kaufen will, kann mit der Klipsch The Three nichts, aber auch gar nichts falsch machen. So viel Leistung für 499.- Euro gibt es, meines Wissens, nirgends. Ob als Computerlautsprecher, Smartphonehörrohr oder kongenialer Partner Ihres CD-Spielers (auch so ein steinzeitliches Musikmedium), die Klipsch macht immer eine gute Figur. Meiner Meinung nach reicht auch eine einzelne Box als Beschallung für einen großen Raum aus. Der Plattenspieleranschluss ist ein feiner Gag. Das Kabel sollte auf jeden Fall lang sein, denn der Plattenspieler darf keinesfalls in der Nähe (auf einer Ebene mit) der Three aufgestellt werden. Mit dem vorne austretenden Luftdruck kann man bei höheren Lautstärken Kerzen ausblasen. Ich glaube nicht, dass der Klang gefördert wird, wenn es den Tonarm versetzt oder der heitere Schwingungsmix den Tonabnehmer streift. Bei dem Test der The Three von Klipsch, muss man am Schluss ein gelungenes Produkt einfach feiern. Chapeau!

DTS Play-Fi ist ein Multiroomsystem mit Zukunft, weil es einfacher zu bedienen ist als Yamahas Musiccast. Wer kein Studium absolvieren möchte, um Multiroom zum Laufen zu bringen, liegt hier richtig, so lange das Smartdevice (Tablet / Smartphone) immer an sein darf. Die Verbindungsqualität des WLANs ist exzellent. Mit aptX-Bluetooth lassen sich sogar CDs z.B. vom PC aus übertragen und es klingt tatsächlich einen Tick besser, als die 320er MP3s. Ein Paar The Three können Sie, zusammen mit einer Play-Fi Soundbar sogar als Surround-Lautsprecher zweitnutzen. Mit leichten Einschränkungen in der Räumlichkeit einzeln und als Paar sicher, verblasen sie selbst die guten Yamaha NX-N 500 locker und haben dann kein Verbindungskabel, das die Optik stört. Vor allem habe sie mal wieder, das, was der HiFi-Szene mit der zunehmenden Plastifizierung abhanden gekommen ist - Stil. Bravo. Wer sich für weitere Klipsch Produkte interessiert, hier der Test der eins größeren Lautsprecher, The Sixes.

 

Für all jene, die auf den manchmal interessanten Ausbildungsstand der Mitarbeiter in den HiFi Supermärkten vertrauen, sei angemerkt, dass The Three von Klipsch auch eine Lösung für all die sein kann, die mit den verbesserungswürdig verarbeiteten Lautsprechern von Onkyo respektive Pioneer (inzwischen eh die selbe Firma) nicht sooo zufrieden sind. DTS-Play-Fi ist auch dort das Streamingsystem der Wahl. Das hat sich leider noch nicht all zu weit rumgesprochen. DTS Play-Fi ist firmenübergreifend kompatibel.

 

Die Design Edition: Klipsch The Three Capitol Special Edition Blonde

 

Mir persönlich gefällt ja die Blonde besser - das ist jetzt kein Bonsaimachospruch - sehen Sie selber

klipsch_the_three_capitol_blonde

Für mich die The Three von Klipsch in modernem Design. Wo die Normalausgabe eher retro aussieht, hat die Capitol den deutlich frischeren Touch. Die bekannten Walnußechtholzpaneele werden hier mit Edelstahlbedienelementen und einer dezent weißen Bespannung kombiniert. Chic. Kostet aber auch einen Hunderter mehr, das heißt 599.- Euro UVP. Da hat sich Klipsch wohl meinem Urteil - eigentlich zu billig für das Geld angeschlossen und nachgelegt. Technisch ist mir kein Unterschied zur "Normalversion" bekannt. Manchmal entscheidet halt die Optik.

klipsch_the_three_capitol_blonde_front_direkt

Gerade vor Schnee ein Klassiker.

Von hinten sieht das so aus:

klipsch_the_three_capitol_blonde_von_hinten

Hammer. Vielleicht noch ein wenig Story, warum diese The Three Capitol heißt und als Special Edition verkauft wird. Offenbar setzt Klipsch darauf, dass zwei große Namen noch mehr Ehrfurcht erwecken, als einer. Capitol Records ist eine der Vinyllegenden der USA. Konsequenterweise gibt es in den USA über die Klipsch Homepage auch eine Schallplatte zu den The Three Capitol dazu. Die Schallplatte können auch europäischen Kunden anfordern, wenn sie den Kauf mit meiner Rechnung nachweisen und die Versandgebühren plus gegebenenfalls den fälligen Zoll für die Schallplatte bezahlen. Kein wirklich attraktiver Zusatznutzen.

Aus meiner Sicht hätte es völlig genügt, auf das wirklich gelungene Design zu setzen. Da sch... schind mir die 100.- Euro doch egal - das ist es wert.

the_three_capitol_von_vorne_oben

Von der ebony-Version der The Three Capitol hab ich leider noch kein eigenes Bild, daher hier ein Foto von der Klipsch Homepage:

klipsch_the_three_capitol_ebony © klipsch group inc.

 

Klipsch The Three testen:

 

Sie können die Lautsprecher gerne bei mir zuhause (Raum Erding / Markt Schwaben) testen, wär nur schön, wenn Sie unter Tel.: 08124 528225 vorher einen Termin vereinbaren würden, ich muss auch manchmal arbeiten. Zum Testen versenden, müssten wir wie folgt regeln:

 

Klipsch Heritage The Three zum marktüblichen Preis (laut Internet) kaufen und zuhause testen (14 Tage Rückgaberecht)

Äääh zur Zeit eher nicht. Nachdem ich die The Three schon zu dem, was bei mir Einkaufspreis plus Umsatzsteuer ist im Netz gesehen habe, spendet fröhlich für den guten Tipp, aber schädigt wen anders. Bei den Preisen hab ich keine Böcke, die Three zu verkaufen. Schöne Grüße an den Vertrieb, wenn der seine Preise im Griff hat, gerne wieder. 

 

Neu: The Three Capitol blonde kaufen und zuhause testen (14 Tage Rückgaberecht)

Die The Three Capitol in dem oben gezeigten blonde ist gerade eingetroffen, die in ebony bestelle ich Ihnen gerne, dann sind sie, je nach Tagesform beim Verteiler und der Post, innerhalb einer Woche bei Ihnen. Wie immer, neu, originalverpackt und mit original Herstellergarantie. Der marktübliche Preis liegt inkl. Versand, weil die selten angeboten werden, eng um die UVP von 599.- Euro. Rufen Sie an, dann kann ich Ihnen einen aktuellen Wert geben. Tel.: 0 81 24 / 52 82 25. Ihr Vorteil, Ich kenne Sie sogar nach dem Kauf noch :-) und helfe Ihnen, sollten Sie Probleme mit der Bedienung haben. Sie bekommen bei mir auch erst die Ware und zahlen dann die Rechnung. Ich setze Sie nicht den vielen Unwägbarkeiten der Vorkasse im Internet aus.

 

 

Klipsch The Three Technische Daten

 

Weil es halt dazu gehört, hab ich Ihnen mal die technischen Daten der Three aus dem Englischen übersetzt:

 

Maximaler Schalldruck: 106 dB (in 0,5 m Entfernung, Nahfeld) dem Kundigen fällt auf, dass dies die selben Werte, wie bei den Sixes sind, da wird allerdings mit 1 m Abstand gemessen, schätze, die 103 dB, die Klipsch an anderer Stelle im Katalog angibt, kommen der Sache näher (meine Anmerkung)

Hochtöner: 2 x 2,25" (57,15mm) Vollbereichstreiber

Tieftöner: 5,25" (133,4mm) Langhubtieftöner plus 2 x 5,25" (133,4mm) doppelt entgegengesetzt arbeitende Passivstrahler

Gehäuseausführung: geschlossen

Leistung: 60 W Dauerleistung @ <1% THD, 80 W kurzzeitige Spitzenleistung

Frequenzbereich: 45 Hz - 20 kHz @ -3 dB

Eingänge: Bluetooth, 3,5 mm Klinkenanschluss (analog), 1 Paar Cinchbuchsen schaltbar zwischen Hochpegel und Phono, USB Typ B, WiFi

Ausgänge: keine

Maße (BxHxT): 34,82 cm x  17,78 cm x 20,3 cm

Oberflächen: Walnuss oder Ebenholz (Echtholzfurnier = meine Anmerkung)

Spannung: 110/240 Volt

Gewicht: 4,7 kg

Baujahr: 2016

enthaltenes Zubehör: 3,5mm Klinkenkabel (AUX), USB Typ B auf USB Typ A Kabel (sieht aus wie ein USB Druckeranschluss = meine Anmerkung), Fernbedienung, Netzanschlusskabel

 

P.S.: Es sind Anfragen gekommen, warum ich denn auf Son.. (Gesundheit) so rumhacke - so nach dem Motto, baut denn Böse keine schlechten Geräte? Die Grundidee von Bonsaimachos ist, möglichst gute Tipps zu geben, wenn also Böse nicht einmal für einen Vergleich zum Schlechten herangezogen wird, heißt das auch was. Soo schlimm ist eine Play 5 nicht und selbst Sumsum baut Plastiklautspecher. Außerdem wird hier streng subjektiv gearbeitet.

 

Nur zur Info - so schaut die Verpackung der The Three von Klipsch in ebony (fast schwarz) aus:

Von vorne

karton the three ebony

 

und von hinten:

karton the three klipsch von hinten

 

Zu guter Letzt noch das offizielle YouTube Video von Klipsch

 

 

 

Anmerkung in eigener Sache:

 

Weil die Kombination aus Test und Kaufangebot Schleichwerbung zumindest verdächtig nahe kommen könnte, möchte ich diesen Artikel ausdrücklich als Werbung kennzeichnen. Ich sehe es zwar selber so, dass ich auf Bonsaimachos schon immer versuche, möglichst sinnvolle und gute Tipps für eine höhere HiFi-Kultur zu geben, diese Ansicht muss aber niemand teilen. Der Unterschied zu den anderen Kaufangeboten auf Bonsaimachos liegt darin, dass ich die anderen Produkte nicht selber verkaufe, sondern lediglich versuche, die Verkäufe im Kundensinne zum Fachhandel hin zu kanalisieren, damit mein liebster Logistikhändler nicht noch mehr Steuer am deutschen Staat vorbei zu jonglieren versuchen muss. Wir wollen doch niemanden der Gefahr von Strafzahlungen aussetzen. Im Sinne der Philosophie, unter bonsaimachos.de nur gute Tipps zu verbreiten, möchte ich die Klipsch The Three definitiv bewerben, die sind toll. Neu: Sie können sich in meinem Wohnraumstudio nach telefonischer Anmeldung gerne selbst davon überzeugen, wie toll die sind.


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