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Bonsaimachos

Werbung ? (Siehe unten im Text)

 

Test Klipsch RW 1 Streaming Lautsprecher

 

Zweimal hat mich Klipsch echt von den Socken gehauen, mit den The Sixes und den The Three. Was liegt also näher, als den nächsten Klipsch Lautsprecher zu testen? Der Klipsch RW 1 ist ein kleiner Streaming Lautsprecher (B=12,7cm, H=22,9cm, T=12,7cm) mit einem 3,5mm Stereoklinkeneingang, einem LAN-Anschluss auf der Rückseite und einem eingebauten WLAN-Empfänger. Für 249.- Euro UVP bietet er 30 Watt Sinus an Digitalpower auf und 2 können via DTS Play-Fi App in Null komma Nichts zum Stereopaar gekoppelt werden. Die Optik würde ich als unauffällig bezeichnen, aber urteilen sie selber:

 

klipsch_rw_1_von_vorne

 

Der USB-Anschluss auf der Rückseite ist nur für Servicezwecke und zum Laden, interessiert uns also nicht. Das Gewinde fasst die üblichen Normschrauben der Lautsprecherhalter:

 

klipsch_rw_1_von_hinten

 

Was man nicht sieht, sind ein Tractrics Hornlautsprecher für den Hochtonbereich und ein Tief-Miteltöner für den Rest.

 

Die grundlegenden Tipps für die großen Lautsprecher gelten auch hier: Beim Stromanschluss auf phasenrichtigen Anschluss achten. Die DTS Play-Fi App laden, nicht die von Klipsch. Smart Device (Handy oder Tablet) ins hauseigene WLAN einloggen, die Play-Fi App starten, WLAN-Passwort bereithalten und den Anweisungen auf dem Bildschirm folgen. Nach erfolgreicher Anmeldung im Netzwerk nicht updaten, wie angeboten, sondern erst mal ausschalten und vom Strom nehmen für 30 Sekunden. Warum? Weil das Update - zumindest bei mir - nie geklappt hat, wenn ich es direkt im Anschluss an die Netzwerkanmeldung probiert habe. Einschalten, abwarten, updaten und schon geht´s los.

 

Zur Verfügung stehen Internetradio, diverse Streamingdienste, wie Tidal, Deezer, Spotify (Connect) usw. sowie der Zugriff auf eine nicht-passwortgeschützte NAS (Netzwerkfestplatte). Hat man 2 RW 1, lassen sich diese über die App wirklich super simpel zum Stereopaar koppeln. Bei einer guten App müssten Sie dafür Links von Rechts unterscheiden können. Play-Fi ist da genial. Ein Klick und links-rechts werden vertauscht. Ist also scheißegal, ob ich das unterscheiden kann. Interpretationsfähig. Fein fand ich, dass die Favoriten aus meiner The Three unmittelbar nach dem Einschalten schon für die RW 1 bereit standen.

 

Klangtest: Ja, klingen, für die Größe absolut solide, aber der Kick, der einen bei den Sixes oder den Three sofort trifft, bleibt aus. Was tun? Spielen lassen, vielleicht kommt der Hammer ja nach, wenn sie eingespielt sind. Um´s nicht zu spannend zu machen, nö, kommt nicht nach. Die Dinger spielen solide, gut, aber ohne echte Highlights. Zum ersten Mal vermisse ich bei Klipsch Klangregler wirklich. Meine WX 030 von Yamaha kann mehr.

 

Der Haken an DTS Play-Fi

Wenn wir gerade beim Nörgeln sind - die RW 1 hat mir interessante Erkenntnisse über die Play-Fi App beschert. Auffällig war das, gegenüber Yamahas Musiccast, völlig problemlose und fixe Stereopairing. Ferner einige Verbindungsverluste zur NAS beim Wechsel zwischen Liedern aus verschiedenen Ordnern, nachdem einige Zeit vergangen war. Kaum war das Tablet in den Stromsparmodus gegangen, musste der Kontakt zur NAS neu aufgebaut werden, was wiederum brutal schnell erledigt war. Das erschien mir verdächtig. Also das Tablet während des Spielens mal ausgeschaltet, und siehe da, der Musikstrom verebbte innerhalb kürzester Zeit. Dazu muss man wissen, dass ich meine WX 030, völlig ohne Tablet, nur über den Einschalter, zum Internetradiohören benutze. Was bedeutet das? Dieses Verhalten zeigt, dass die WX 030 ihre Musik selbst aus dem Internet "zieht" und aus dem Standby heraus jederzeit in der Lage ist, ihren Betrieb wieder auf zu nehmen und zwar da, wo sie aufgehört hat. Für die Play-Fi App bedeutet es, dass diese alle ihre Aktionen über das Tablet selber streamt. Ein Verhalten, das einen stören kann aber nicht muss. Es eröffnet einem rasche Lösungen für Probleme, die auf einer "echten" Streaminglösung viel Aufwand bedeuten, saugt Ihnen aber den Akku des steuernden Geräts aus wie eine Zecke. Bedienfreundlichkeit wird also mit Akkufeindlichkeit erkauft. Hängt eure Smartphones an den Lader, wenn ihr Play-Fi betreibt.

 

Kein Wunder, dass die WLAN-Leistungen höher erscheinen, als bei den Wettbewerbern, hängen sie doch nur vom steuernden Smart Device ab. So lange das stabilen Empfang hat, tun auch alle Play-Fi Geräte so, als ob sie das auch könnten. Im Internet habe ich zudem Hinweise darauf gefunden, dass Play-Fi eine recht lockere Beziehung zu High-Res-Dateien habe. Will heißen, steht das Smartphone vor dem Dateninfarkt, wird einfach die Datenrate reduziert z.B. von High-Res auf CD-Qualität. Das ist so ein wenig zwischen genial und Beschiss. Wo Sie bei Musiccast mit dem Smartphone nur eine Spotify-Playlist anschalten müssen und dann das Smartphone ausschalten können und mit der Fernbedienung Titel weiter schalten können, während das Ding spielt und spielt, kackt Play-Fi mit dem Ausschalten des Smartphones ab. Außerdem wird natürlich die Rechenleistung des Smartdevice zum Flaschenhals für die Gesamtperformance. Das ist so ein bisschen wie Glykolwein, wirkt süß, ist es aber nicht. Was beruhigt ist, dass selbst ein billiges Tab A von Sumsum oder so ausreicht, um hochqualitatives Streaming zu ermöglichen. Kurz zusammengefasst: Play-Fi ist Streaming zu Bluetooth-Konditionen, alles über das Smart Device.

 

Fazit:

Ist die Klipsch RW 1 im Test jetzt durchgefallen, oder was? Jein. Zu einem Bonsaimachos Tipp reicht es definitiv nicht. Für die Preisklasse sind die RW 1 solide, gut anzusehen und klanglich gut. Problem, sie überragen nicht, wie The Three und The Sixes. Vielleicht sollten die Hersteller mal aufhören, sich immer an der Sono. (Gesundheit) Play 1 zu messen. Da kommt zu oft etwas Ähnliches raus. Das ist unspektakulär. Wie weit dann ein 3,5mm Klinkenanschluss kaufentscheidend wird, nur weil man da was anschließen kann, weiß ich nicht. Die Tatsache, dass Play-Fi das steuernde Smartphone belastet, hat da schon eher Potenzial. Auf der anderen Seite kenne ich genügend Leute, denen gar nicht mehr auffällt, wie oft am Tag sie ihr Handy laden. Denen wird´s wurscht sein, zumal Play-Fi gut funktioniert und einfach zu bedienen ist.

 

Klipsch RW 1 kaufen

 

Obacht, ich bin inzwischen Klipsch Händler, insofern dürfen Sie diesen Beitrag als Werbung betrachten, ich kann Ihnen aber im Wohnraumstudio gerne demonstrieren, dass das oben Gesagte so falsch nicht ist.


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