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Bonsaimachos

Kurztest DAC TEAC UD-H01

Ein 32-Bit ? /192kHz Digital-Analog-Wandler (TEAC Homepage Stand 01.11.2013), der den asynchronen Transfer unterstützt, einen regelbaren Kopfhörerausgang, einen Ringkerntrafo und Cinch- sowie XLR-Anschlüsse hat für 349.- Euro UVP? TEAC, seit Kurzem im Onkyo-Vertrieb macht´s möglich. Das Gerät wird vom Computer als Soundkarte erkannt, ist Mac- und Windows-kompatibel und besitzt neben einem USB 2.0 Slave Anschluss noch einen optischen und einen koaxialen Digitaleingang. Damit kann ich z.B. einen digitalen Satellitenempfänger als Digitalradio in mindestens DAB+ Qualität nutzen, Musik vom Laptop fast ohne Jitter abspielen, Aktivlautsprecher direkt ansteuern und einen älteren CD-Spieler mit modernen Wandlern aufrüsten. Verbaut sind 2 BurrBrown-Wandler vom Typ PCM 1795, wie sie sich z.B. auch im Music Receiver von T+A finden. Dort, und daher das Fragezeichen oben, wandlen sie aber "nur" mit 24-Bit / 192 kHz, was ich auch im TEAC für wahrscheinlicher halte.

Beim T+A Music Receiver war mir aufgefallen, dass der Streaming Client wesentlich besser klang, als der CD-Spieler. Das heißt, eine CD klang per EAC (Exact Audio Copy) gerippt und per USB Stick zugespielt besser, als das Original. Zwischenrufe bei Live-Aufnahmen waren plötzlich verständlich, "verschollene" Instrumente standen plötzlich klar im Raum, etc. Da mich beim Music-Receiver die Verstärkerleistung und der mäßige CD-Spieler nicht begeistern konnten, machte ich mich auf die Suche, nach einem Digital-Analog-Wandler (DAC) mit den gleichen Prozessoren. Bei TEAC wurde ich fündig und nicht enttäuscht.

Den Klang würde ich als neutral mit einem winzigen Touch zum Hellen beschreiben. Toll sind die hohe Transparenz, gute Raumabbildung und das Timing der Musik. Der Effekt, dass via USB zugespielte Musik mehr Details, als das "Original" von CD hat, tritt auch hier deutlich zu Tage.

TEAC UD-H01 Bilder:

DAC TEAC UD-H01

TEAC UD H01 von hinten

 

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Unterschiede zwischen verschiedenen Musicplayern werden deutlich herausgearbeitet. Ich schwanke je nach Musikrichtung ein wenig zwischen dem Foobar 2000 für rockigere Stücke und dem TEAC-eigenen Player der via native DSD schönere Stimmen und seidigere Höhen produziert. Auf jeden Fall merkt man hier deutlich, dass es digital kein Original gibt, sondern Wandlung alles ist.

Über ein optisches Digitalkabel mit CD-Spielern verbunden, verhilft er billigeren und älteren Playern zu einem leichten Klangplus. An aktuellen Playern der 1.000-Euro-Klasse konnte ich keine echten Fortschritte feststellen. Das Wort "anders" beschreibt die Wandlung oft besser. Mehr Details oder ein subjektiv wirklich besserer Klang waren für mich nicht heraus zu hören.

An meinem, zugegeben relativ billigen, Satellitenempfänger war hingegen eine deutliche Klangverbesserung im Radioempfang realisierbar. Der Anschluss erfolgte via koaxialem Digitalkabel.

Mein Fazit: Für 350.- Euro ein Schnäppchen, vor allem wegen des asynchronen USB Anschlusses. Das eingehende Datensignal wird vom UD-H01 neu getaktet und dann erst an den Verstärker ausgegeben. Da ein Digitalsignal seine Reinheit aus einer optimalen Taktung bezieht, liegt hier wohl die Quelle des Wohlklangs, gerade bei vom PC zugespielter Musik. Ein Effekt, den ich bei D/A-Wandlern, die nicht selbst takten, nicht so stark hören konnte. Der TEAC ist daher mein Tipp, wenn Sie Ihren PC per USB an eine bestehende analoge Stereoanlage koppeln möchten. Meine Klangexperimente mit Streaming via Ethernetbuchsen auf DAC´s lassen mich den asynchronen USB-Anschluss bevorzugen (bisher).

Mehr Info: TEAC Homepage

Der TEAC-eigene Music Player lässt sich kostenfrei hier herunterladen.


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