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Bonsaimachos

Werbung (Siehe Anmerkung unten im Text.)

 

Die neue ELAC Navis Serie (ursprünglich als Argo vorgestellt)

elac_argo_reihe_komplett

Was ist das? Die neue ELAC Aktivlautsprecherreihe namens Navis sieht ein wenig aus, als hätte Andrew Jones jetzt auch noch Aktivlautsprecher für ELAC entworfen. Koax Hoch- Mitteltöner, glatte Alumembranen am Tieftöner? Hat da der Meister seine Finger drin gehabt? In der Tat, er hat. Die Ähnlichkeit zur Adante Serie, mit der er ja deutlich bewiesen hat, dass er es kann, ist frappierend, wie der Schnitt durch eine B 51 zeigt:

elac_argo_b51_schnittmuster

Der Koax Hoch-Mitteltöner hat, wie in einer Adante ein eigenes Volumen im Gehäuse, das vom Rest abgetrennt ist und nur den Anschlusskabeln Zulass gewährt.  Das eigens berechnete Volumen für das Basschassis ist perfekt auf die aktive 15 cm Alumembran angepasst. Das Gehäuse für das Basschassis weist, im Gegensatz zu dem der Adante, eine Bassreflexöffnung nach hinten außen hin auf. Die Verarbeitungsqualität wirkt solide, einzig der windige Plastikring um die Chassis hat mir missfallen. Bei 1.998.- Euro Paarpreis für eine ELAC Navis B51 hätte man ruhig ein Metallringerl drauflegen können, alter Sparfuchs.

ELAC selbst sagt Folgendes: "Der Aufbau des Mittel-/Hochtonchassis gewährleistet beste Ortung, während große Radien bei Schallführung und Gehäuse Kantenreflexionen mindern." Ein ELAC Kollege, der die kleine Navis als Prototyp bereits hören durfte, sprach von einer extrem großen Bühne und höchst beachtlichen Tiefbassfähigkeiten der B 51. Weil das aber Amerikaner lieber mögen als europäische Tester, bleibt abzuwarten, ob die Riesenbühne nicht noch ein wenig geschrumpft wird, ehe die Navis B 51 in Serie geht.

Was ist drin in der neuen Navis B51?

Offensichtlich ein 15 cm Alu-Tieftöner und ein koaxial ausgelegtes Mittel- Hochtönergespann, bei dem eine 25 mm Hochtonkalotte in einem 100mm Mitteltonchassis aus Alu sitzt, also ein waschechtes 3-Wege-System. Was man nicht so sieht - der Zwerg hat Muckis. Da stecken insgesamt 250 Watt Verstärkung drin. Aufgeteilt in 30 Watt klassische A/B-Verstärkung für den Hochtonbereich, 70 Watt BASH® Verstärkung für den Mittelton und satte 150 Watt BASH® Verstärkung für den Bassbetrieb.

Was war nochmal BASH®? An sich ein digital optimierter A/B Verstärker. Den Klang macht nach wie vor ein "klassischer" A/B-Verstärker, der bekommt aber nicht die übliche feste Vorspannung, dafür wird ein Class-D-Verstärker eingesetzt, der die Vorspannung fortlaufend und sehr schnell an den tatsächlichen Bedarf anpasst. Das spart Energie, die sonst nur als Wärme verballert wird und macht die Sache deutlich effizienter.

Der Fuß aus Druckgussaluminium dient der Verstärkersektion gleichzeitig als Aufnahme und als Kühlung.

 

Anschluss- und Einstellmöglichkeiten der Navis Serie von ELAC:

 elac_argo_b51_anschlussfelder

Recht übersichtlich - Man kann die Navis über Cinch-Kabel oder XLR-Verbindung ansteuern, das war´s dann schon - abgesehen von der Funkverbindung, die wohl meistens zum Tragen kommt. In den Navis werden die eingehenden Signale dann nicht mehr groß gewandelt, sondern analog weiterverarbeitet, was dem Klang zugute kommt.

Die Anpassmöglichkeiten an den Aufstellungsort sind aus den Air-X mit Jet-Hochtönern und der ELAC AM 200 bekannt. Man kann den Hoch-, Mittel- und Tiefton jeweils in geringem Umfang korrigieren, um den am Aufstellungsort optimalen Klang zu erreichen. Außerdem gibt es einen Tieftonfilter, um Dröhnen zu vermeiden, einen Quellwahlschalter und einen Schalter, um dem Lautsprecher mitzuteilen, ob er jetzt als linke oder rechte Box eingesetzt wird. Der Gain-Regler passt die Gesamtverstärkung des Aktivlautsprechers an im Studiobereich übliche Verstärkungen an.

Zur Air-X-2 Funktechnologie musste ich selber noch mal bei ELAC nachfragen. Das ist eine komplette Neuentwicklung, bei der noch nicht einmal klar ist, ob sie im Serienmodell tatsächlich Air-X 2 heißen wird, wie auf den Schildern bei der High End Messe in München stand oder die Funktechnologie noch einen unbelasteten, neuen Namen erhält. Warum ist die Air-X-Funktechnologie ein vorbelasteter Name? Da hab ich meine eigene Theorie dazu: Einige meiner lieben Kollegen, alte HiFi-Freaks halt, haben die Air-X-Technologie in ihren Läden ausprobiert, zwischen Fernsehern, schlimmstenfalls Mikrowellen, Routern und Repeatern und siehe da, es hat in diesem Elektrosmog Supergau nicht funktioniert. Also wurde die Technik als unausgereift verteufelt, nicht mehr eingekauft und schon gar nicht empfohlen. Ein Fehler. Ich hab Air-X-Lautsprecher über Jahre höchst erfolgreich in Privathaushalten eingesetzt - keine Probleme, nur Freude. Ich hab aber auch in einem HiFi-Supermarkt erlebt, wie dem System mit vereinten Kräften vierer Fachkräfte inkl. meiner Wenigkeit nicht mehr als ein sporadisches Knacksen zu entlocken war. Dafür fand mein Handy aber auch mehr als 15 WLAN-Netze und einige hundert Bluetoothanschlüsse, die um seine Gunst buhlten - durchaus ein Grund für Air-X nicht zu funktionieren. Wenn Sie also Hardcore Elektrosmoger sind, mag es sinnvoll sein, auf die neue Technik der Navis zu warten, die weniger empfindlich auf Störfaktoren ist, als die "alte" Air-X-Technologie. Ich habe selber keinen Privathaushalt kennen gelernt, in dem es Probleme mit der alten Air-X-Version gegeben hätte, dabei gäbe es sogar dafür Lösungsmöglichkeiten, die man allerdings nur erfährt, wenn man die Bedienungsanleitung liest - für uns Profis ausgeschlossen.

 

Die ELAC Navis F51

 elac_argo_f51

 Der Hauptunterschied? 3 von den 150 mm Tieftönern und der Preis von 3.998.- Euro je Paar. Mehr ist dazu momentan noch nicht zu sagen, hören konnte man sie nicht. Der per Funk übertragbare Frequenzbereich bewegt sich, laut Gerüchten, wieder im CD-Bereich von 20 Hz bis 20kHz. Lassen wir uns überraschen, was dann letztendlich bei den Serienmodellen angegeben wird.

Nochmal die ganze Navis Familie auf einer Animation von ELAC selber:

elac_argo_serie_computeranimation © elac_electroacustic_gmbh

 

ELAC Navis B 51 oder F51 kaufen bzw. vorbestellen, bitte hier klicken.

Zum Thema Preis gilt: Wer anruft und nicht weiß, warum er ein Produkt günstiger haben möchte, zahlt voll. Wer vor 9.00 Uhr anruft, zahlt mehr als üblich und wer Sonntags oder Feiertags anruft, muss bis zum nächsten Werktag warten.

Anmerkung zum Thema Werbung - muss ich als Händler wohl über jeden Bericht schreiben.


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