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Bonsaimachos

Routerkonfiguration für Yamaha Musiccast

 

Die Geräte von Yamahas Musiccast System arbeiten im stark frequentierten 2,4 Gigahertz Bereich. Da sind, gerade im WLAN-Dschungel der Innenstädte Probleme mit den Nachbarn vorprogrammiert. Im 2,4 GHz Bereich stehen aber 4 verschiedene Kanäle zur Verfügung, die man nutzen kann, ohne, dass sich die WLANs gegenseitig stören. Die meisten Router arbeiten entsprechend ihrer Werkseinstellung auf Kanal 1, folglich ist da auch am meisten los und Störungen am wahrscheinlichsten. Im Setup-Menü Ihres Routers können sie aber einen beliebigen Kanal von 1 bis 13 wählen, um den Störsendern Ihrer Nachbarn zu entkommen.

Was die wenigsten wissen, ist, dass von den 13 Kanälen eigentlich nur 4 so arbeiten, dass sie sich nicht gegenseitig stören: 1, 5,9 und 13. Mit diesen Kanalabständen vermeiden Sie Störungen der Kanäle untereinander. Belegt jeweils ein Nachbar einen solchen Kanal, laufen alle WLANs problemfrei. Leute, die ihr WLAN z.B. auf Kanal 10 betreiben, sind WLAN-technische Geisterfahrer und werden sowohl von Kanal 8 und 9, als auch von Kanal 12 und 13 gestört und stören diese. Im Sinne eines möglichst störungsfreien WLAN-Betriebs ist es also sinnvoll, wenn Sie sich mit Ihren Nachbarn auf eine gleichmäßige Belegung der Kanäle 1,5,9 und 13 einigen. Dabei kann man ja gleich mal ein Bierchen mit den Nachbarn zapfen, das ist dann auch weniger virtuell.

Keine Einigung möglich? Sie haben die Möglichkeit, den/die schöne/-n Nachbarn/-in kennen zu lernen, mit der/dem Sie sich den Rest Ihres Lebens voll romatisch ein WLAN teilen, nicht wahrgenommen? Oder wohnen einfach zu viele WLANer um Sie herum? Dann hilft nur die am wenigsten logische Lösung - Legen Sie Ihr WLAN auf den gleichen Kanal, wie den des fremden WLANs mit der stärksten Sendeleistung. Bei modernen Routern greift dann die DCF-Funktion (Distributed Coordination Function) koordinierend ein. Damit ist die Signalqualität immer noch besser, als mit den Störsignalen aus überlappenden Kanälen.

Entlastung im Datendurchsatz ergibt sich auch, wenn Sie die Musiccast App im 5 Gigahertz Bereich betreiben.

Tipp für Fortgeschrittene und Genervte: Jede LAN-Verbindung ist immer besser als WLAN. Mit dem Einsatz eines Gigabit - Switches können Sie nicht nur die Anzahl Ihrer LAN-Anschlüsse vervielfachen sondern auch z.B: eine Fritzbox tunen. Hängen Sie den Switch an die LAN 1 Buchse Ihrer Fritzbox (nur dort wird er automatisch erkannt) und stöpseln Sie Ihre Geräte dann in den Switch ein, erhöht sich der Datendurchsatz. Jedes Musiccast-Gerät, das Sie über ein LAN-Kabel anschließen, erhöht die Stabilität Ihres Gesamtsystems, sofern Sie die Reihenfolge einhalten, erst LAN-Geräte und dann WLAN-Geräte an der Musiccast App an zu melden.

Power LAN Adapter, das heißt LAN-Anschluss über das Stromnetz, sind eine gute Alternative zu direkten LAN Anschlüssen. Yamaha verwendet bei deren Präsentationen und auf Messen üblicherweise Devolo Geräte, weil die angeblich am besten mit den Yamaha Geräten harmonieren. Da die Vorführungen funktionieren, scheint die Aussage richtig zu sein.

Tipp: Wer Repeater, Devolos, zweite Router etc. zur Ausweitung seines WLAN Netzes einsetzt, ist gut beraten, diesen eine feste IP-Adresse zu verpassen. Sollte Ihr DHCP sonst auf die Idee kommen, dem z.B. Repeater eine neue IP-Adresse zuzuweisen, ist leicht mal der Teil der Musiccast - Installation nicht mehr erreichbar, der an selbwelchem Repeater hängt. Musiccast merkt sich nämlich die Art der Anbindung (LAN oder WLAN) und die IP-Adresse des Geräts, an das es angemeldet wurde. IP-Adresse weg - Musiccast weg - so einfach.

Die Freuden der Fritzbox - Achtung vor LAN 4:

Es geht doch nichts über mitdenkende Elektronik - die macht immer noch die schönsten Fehler. Eine Fritzbox ist von Werk aus so konfiguriert, dass sie LAN 4 als Gastzugang mit entsprechend eingeschränkten Rechten definiert. Das heißt, dort angeschlossene Geräte haben, der Sicherheit wegen, keinen Zugriff auf Ihr LAN, nur auf das Internet. Ein Multiroomsystem wie Musiccast wird dort nicht funktionieren. Die gute Nachricht, dem kann abgeholfen werden. Gehen Sie in das Menü Ihrer Fritzbox ("fritz.box" im Browser eintippen und per Kennwort einloggen), suchen Sie "Heimnetz", "Netzwerk", "Netzwerkeinstellungen" und entfernen Sie den Haken bei "Gastzugang für LAN 4 aktiv", dann speichern Sie die Einstellungen. Selbst der "intelligente" Anschluss funktioniert dann wie ein normaler LAN-Anschluss, also richtig.


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