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Antipodes Kala 21 Test - Roon Core ernst genommen
Antipoden, so viel war bei uns schon im Mittelalter klar, und ist in Bayern wahrscheinlich noch aktuelles Volkswissen, tragen den Fuß über dem Kopf, um sich vor der sengenden Sonne zu schützen. Da hams fei Glück ghabt, die Neuseeländer, dass sie nicht wirklich unsere Antipoden sind. Streng genommen, sind von Europa aus gesehen, die meisten Antipoden ein Schlag ins Wasser. Das soll´s ja auch nicht werden, wenn wir uns diesen Nobelhobel hier vornehmen:
Der Antipodes Kala 21 Netzwerkserver und Netzwerkplayer

So viel schon mal vorweg - dieses Gerät wird Euer HiFi-Rack dominieren. Beeindruckend lang, breit und für nen Netzwerkstreamer auch angemessen schwer. B: 445 mm, H: 78 mm, T: 370 mm bei knapp 12 kg Lebendgewicht. Streng genommen, ist das der Netzwerkplayer, wenn man von seinen besonderen Zauberkräften spricht. Antipodes trennt da sehr genau, wer auf was spezialisiert ist. Der, sagen wir mal theoretisch, zugehörige spezialisierte Musikserver, wäre der Kala 41 G4. Gegen den geringen Aufpreis von 10.900.- Euro. Wenn die Nennung des Preises zu spontanem Darmverschluss führt, wisst Ihr, wir bewegen uns im Highend-Bereich. Das lässt vermuten, dass auch der Server-Player mit Spezialisierung auf Player nicht ultra billig sein wird. So ein Kala 21 G4 kostet mal schlappe 7.000.- Euro, kann man aber zur Zeit hinterfragen, die gibt es, weil sie mit den Jahren durch ein Gerät im 5-stelligen Bereich ersetzt werden sollen, gerade auch etwas günstiger. Bei solchen Schnäppchenpreisen kannst halt auch ned viel erwarten. Das muss reichen:

Äh wie? Nur USB-2.0--Ausgang, sonst nichts? Mehr als 8 TB auf die SSD (nicht im Lieferumfang) geht auch nicht. Dafür macht der alles, was er macht, mal so richtig. An sich wollte ich mich ja drücken und nur den Link auf die Erklärung von Torsten von CM-Audio, dem deutschen Vertrieb für Antipodes reinhängen. Siehe hier.
Weil aber kaum wer so kurz und knackig erklärt, wie der liebe Bonsaimacho, hier die Kurzfassung:
Die Philosophie zur Perfektionierung des Audio-Streamings nach Antipodes
Wir stellen uns ein beliebiges Schallereignis als Sinuskurve vor. Wer in Mathe gefehlt hat, oder wer immer beim ersten Fremdwort aussteigt, a Duttl, einen Busen, lateinisch, Sinus. Streng genommen a Duttl nach oben, eins nach unten. Wollen wir jetzt nicht vertiefen, warum eins tiefer als, stellt´s Euch einfach als liegendes S vor. Analog mitgeschnitten, z.B. auf Schallplatte, bleibt das ein liegendes S, von dem Teile komprimiert und wieder aufgebläht werden, aber im Wesentlichen wird hier aufgezeichnet, was stattgefunden hat. Schmeichelt dem Ohr, weil´s das so erwartet. Das blendet jetzt alle Probleme von Schallplatten aus, wie Grundrauschen, Knackser, und, wichtig, die Tatsache, dass Eure Schallplatte, die x-tausendste Kopie des Originals ist, also fehlerbehaftet durch mechanische Unpräzision. Digital ist das auch nicht 100 Prozent original, weil die selbe Aufzeichnung digital ganz anders aussieht.
Da kommen wir zur Quadratur des Kreises, wie ich das gerne nenne. Da wird jeder Punkt auf der Sinuskurve durch 0 (aus) oder 1(an) definiert. So aufgemerkt, jetzt kommt die Zeit ins Spiel. Je schneller ich diesen Prozess gestalte, desto präziser kann ich die Sinuskurve digital nachbilden. Trotzdem bleiben, sagen wir mal akustische Kanten, die dazu führen, dass wir keine komplett perfekte Rundung hinkriegen, sondern, wenn wir genauestens hinsehen könnten, eigentlich eine super enge Treppe haben, die der Sinuskurve möglichst perfekt folgt. Merke: Sinus rund, digital eckig.
Jetzt kommt die Amplitude, also die Geschwindigkeit und der Ausschlag von Sinuskurven dazu. Wir stellen uns hunderte Busen vor, die einen kleiner, die anderen größer, manche stehen straff nach oben, andere hängen traurig nach unten. Sorry, meine Damen, das ist die Erklärung für Männer. So lange wir uns mit Klängen beschäftigen, machen wir auch keinen Scheiß im Netz, seht es als Ablenkungsmanöver. Je schneller die Berge und Täler aufeinanderfolgen (die Amplitude schwankt) desto höher der Ton, je größer das Duttl (der Ausschlag) desto lauter der Ton. Das Ganze erfolgt natürlich im Laufe der Zeit.
So jetzt kommen wir dazu, warum das sehr männlich erklärt wurde. Wenn Männer Duttln sehen, können Sie die hinterher an sich perfekt beschreiben, wissen aber ums Verrecken nicht, wie lange sie da hingestarrt haben. Genau so geht es der digitalen Aufzeichnung. Die Amplitude (rauf, runter und die Abfolge derselben) wird stabil aufgezeichnet und ist auch nach mehrfachem Kopieren perfekt erhalten. Da wird auch durch Vervielfältigung nichts schlechter dran. Es braucht schon grobe Sehstörungen (digital Zeitfehler), dass eine Hängetitte fälschlicherweise als straff nach oben beschrieben wird. Da es nur an oder aus gibt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass selbst bei einer Störfrequenz ein leicht nach oben abweichender Wert als an statt aus interpretiert wird, äußerst gering. Das ist der Vorteil der digitalen Aufzeichnung. Bis hier hin, sind wir bei der Funktion, des Servers, der seine digitalen Informationen möglichst perfekt servieren sollte. Perfekt heißt aber in diesem Fall gleichzeitig schnell, weil jeder Zeitfehler sich überproportional stark bemerkbar macht, wenn der DAC das Signal wieder zu der gespeicherten Amplitude zusammensetzen soll. Klanglich machen sich Zeitfehler im Digitalbereich als unnatürliche Färbung einer Stimme oder eines Instruments bemerkbar. Die Aufgabe, die Amplitude abzubilden, ist im Digitalbereich einfach, wenn die Samplingrate bekannt ist. Das Zeitsignal in einer Gerätekette elektrisch korrekt wiederzugeben nicht. Da sei wieder auf Torstens ausführlichere Erklärung verwiesen. Digital kann die Amplitude mehr oder weniger perfekt reproduzieren, jeder kleine Zeitfehler wird aber durchhörbar und muss, um so mehr, vermieden werden.
Die Zeitkomponente ist nicht zu unterschätzen. Wir wissen noch, digital ist eckig. Dem Digital-Analog-Wandler wären perfekt eckige Signale, also ganz klar an oder aus am liebsten. Da sind wir bei der Energiesparlampe von früher. Ihr kennt sicher noch die unförmigen Dinger, die du über den Schalter anmachst, den Raum betritts, über alles stolperst, was da so rumliegt und dann pling, fängt langsam das Licht an zu funzeln. Nach ner halben Stunde war´s dann hell. Also fast gar nicht übertrieben. So ähnlich ist es mit der Player Funktion, also dem Teil, der das Digitalsignal dann an den Digital-Analog-Wandler weitergibt. Der muss aus den eingehenden Digitaldaten möglichst perfekte Rechtecksignale an den DAC liefern. Dumm ist, das geht technisch nicht, weil immer, wie bei der Energiesparlampe, nur nicht so lahm, eine Anstiegszeit von Null auf Eins dabei ist, das Rechteck also links und rechts (Abfallzeit) ne leichte Schräge bekommt, ehe Null und Eins passt. Im Prinzip basteln wir hier an der Optimierung einer technischen Unmöglichkeit.
Die Philosophie von Antipodes ist es, Fragen des Timings an spezialisierte Geräte vor dem DAC auszulagern. Der Kala 21 G4 lagert durch die USB-Verbindung die Server/Player Funktion vom DAC weg auf sich aus, dem DAC bleibt das Reclocking und die digital-analog-Wandlung. Mit seiner integrierten Server App (In meinem Fall als Roon-Core, der als Roon ready Player abgespielt wird.) kann er gleichzeitig dafür sorgen, dass ein Musikstream ausgelesen werden kann. Die Netzteilqualität und die Signalaufbereitung hin zum USB-Ausgang ermöglicht es ihm, ein weitgehend perfektioniertes Signal an den DAC weiterzugeben, mit dem der wenig Mühe hat, Musik korrekt wiederzugeben. Klingt bescheiden, wirkt aber erstaunlich.
Die Eskalationsstufen wären der Kala K 41, der den Teil der Serverfunktion perfektioniert (24TB). Der Kala 22 (9.800.- Euro), der mehr Digitalausgänge mit zusätzlichem Reclocker bietet aber auch als Server-Player fungiert (8TB). Und schließlich der Kala 50 (20.750.- Euro), der mit 3 Netzteilen und einer Server-Player Funktion das Topmodell der Reihe bildet. Quasi K41 und K 22 in einem Gehäuse (24 TB). Wer grundsätzlich keinen Bock auf billiges Kinderspielzeug hat, findet bei Antipodes dann noch den Oladra (31.650.- Euro), quasi einen K 50 in richtig gut. Da sind jetzt zu Recht Einige ausgestiegen. Dazu müsst Ihr wirklich Torstens Ergüsse konsultieren, weil da auch beschrieben wird, was das für die Kette von Wiedergabegeräten bedeutet.
Wir beschränken uns hier auf die Version für Hungerleider (Kala 21) und vergleichen die mit einem leicht angetunten (2 G-Punkte, auf der Festplatte und am LAN-Eingang) eines Roon Cores auf Intel NUC Basis. Für Kenner: Asus NUC 13 pro slim, Samsung 570 Evo Sata III SSD 1TB (Festplatte für Daten), Samsung 990 pro NVMe M.e SSD 1 TB (interne Festplatte im NUC), Crucial RAM CT2K 32 GB DDR 4 3200 MHz CL 22 und ein Akasa Maxwell AC pro lüfterloses Gehäuse. Selbiges per USB Reclocker von Ideon Audio an die jeweiligen DACs angeschlossen. Das ist durchaus schon das größere Gedeck für Roon-Freunde. Zwecks der Vergleichbarkeit war beiden Roon Cores ein SW 8 Switch von Nuprime und ein ENO 2 von Network Acoustics vorgeschaltet.
Hörtest Antipodes Kala 21

Hört Ihr´s? Tac, tac, tac. Der akustische Tacker nagelt Euch die Instrumente in den Raum. Immer präzise, immer an die gleiche Stelle, klar differenziert. Da gibt es keine "Gegend", wo eine Schlagzeugtrommel zu verorten ist, das ist akustisch näher an einem Punkt dran. Unschärfe, is nicht. Klingt´s echt? Definitiv. Das ist klar, präzise und irgendwie richtig. Das heißt auch, dass im Hochton kein für mich wahrnehmbarer Klirr aufkommt, man macht also gerne auch mal lauter, ohne, dass es unangenehm wird. Wir, die sich noch an die Zeiten erinnern können, als hier alles schwarz-weiß war, schätzen das. Den klaren Unterschied zu meinem, inzwischen alten Roon-Core, ja Freunde, der Kala 21 durfte in einer anständigen Farbe bei mir einziehen, machen aber die kleinen und kleinsten Details im Musikgeschehen. Neben präzisester Raumordnung kommen nämlich auch Klangfarben, Instrumentenkörper und besondere Stimmen sehr, sehr fein rüber. Das ist so ne Art Mehr im Kleinen, das, fand ich, viel ausmacht. Das hat Ordnung, Kraft, Dynamik und Musikalität über Kleinigkeiten, die sonst oft verwischt werden, gerade, wenn man eher wärmer abgestimmte Verstärker bevorzugt, wie ich es ganz klar tue. Irgendwie hat der Kala 21 für mich einen Weg fortgesetzt, den der ENO 2 vorgegeben hatte. Ich kann es mangels Worten schwer anders beschreiben, als "richtigen" Klang im Sinne von, ja so klingt ne Geige, ein E-Bass oder ein Schlagzeug, wenn ich die live hören gehe. Und wehe da macht jetzt wer nen Witz über die beschissene Aussteuerung in vielen Konzerten, denen ich beiwohnen musste. Ich mein hier mehr Elbphilharmonie oder so was. Klangereignisse sind hier so weit von Rauschereignissen getrennt, dass sie Kontur gewinnen. Weiß ned, ob das die viel beschworene "Schwärze" außen rum ist, jedenfalls schick.
Das ist jetzt genau der Moment, um über Sinn und Unsinn solch highendiger Produkte zu diskutieren. Ich kann auch nicht hergehen und mir mal eben so nen Kala 21 beschaffen, ohne dass mein Sparschwein verschnupft reagiert. Logo könnte ich den wieder verkaufen, aber ich kenn mich. Manchmal ist das Bessere wirklich der Feind des Guten. An meinem Moon 340i D3PX hatte ich den DAC immer für nicht besonders analytisch bzw. präzise gehalten. Der Kala 21 hat mich eines Besseren belehrt. Selbst mit vorgeschaltetem USB-Reclocker konnte dem der NUC Roon-Core deutlich nicht das Wasser reichen. Das war natürlich nicht die kristalline, aber halt auch gerne klirrende Präzision mancher "Auflösungsmaschinen" im Bereich der hochanalytischen DACs, aber der Abstand der Analysemonster zu dem, was der Moon jetzt nicht mehr unterschlägt, ist massiv geschrumpft. Wohlgemerkt, wir sprechen hier vom direkten Anschluss des Kala 21 von Antipodes an einen DAC, da hab ich den Fezz Equinox schon auch ausprobiert, da kommen wir noch zu.

Worauf ich raus will. Es hieß ja, die Zauberkraft des Kala 21 läge auf Playerseite. Dazu mal kurz die Beobachtung, dass zumindest bei mir, und da ist ein altes, aber leider durch Wände stabil verbautes Cat 5E LAN-Kabel erbärmlicherer Ausführung auch noch im Weg, der Effekt auf Serverseite zwar auch noch über dem Niveau des NUC war, da die Unterschiede aber nicht so eklatant waren. Will heißen, im Nebenraum angeschlossene Roon-Endpoints spielten schon noch hörbar präziser als vorher, der Abstand war aber nicht so hoch, dass ich dafür die Monster-Kohle ausgegeben hätte. Richtig krass fand ich, was der Kala 21 direkt über seinen, signalaufbereiteten USB-Port an den DAC weitergereicht hat.
Was uns zum Fezz Equinox am Kala 21 bringt. Gleiches Ergebnis, wie am Moon, tac, tac, tac, alles korrekt in den Raum genagelt, viel röhrenverschuldete "Anweichung" war da nicht dabei. Es blieb unaufgeregt korrekt. Die Gesamtdarbietung war vielleicht eine Winzigkeit "runder". Ich will aber gar nicht drüber nachdenken, was ein Kala 21 an einem hart analytischen DAC bewirkt. Will ich doch. Die zentrale Frage bleibt nämlich, wird´s dann doch wieder hart und klirrig, oder besteht die Korrektheit auch den Test hoher Auflösung mit Bravour. Also meinen analytischsten DAC rangehängt - logo, nicht das Ende der Fahnenstange, aber für den Preis erschreckend gut. Den Nuprime DAC9x. Hard to say I´m sorry. Erwartbar möchte ich sagen. Also meins war es nicht so. Die Hochtonempfindlichkeit ist halt individuell sehr unterschiedlich. Die frohe Kunde, Klirr bringt der Kala 21 auch am analytischeren DAC nicht rein, insgesamt gefielen mir vom Hörempfinden aber die runderen DACs deutlich besser. Ich bin halt kein Tonmeister, der wissen will, was für Fehler noch in der Aufnahme gelandet sind. Ich persönlich bevorzuge den leicht angerundeten Schleier des Wohlklangs. Das Tackern von Instrumenten und Stimmen an hoch exakte Positionen war aber auch am Nuprime leicht hörbar - sehr sicher eine Auswirkung des Kala 21. Das Mehr an Hallfahnen, Instrumentenkörpern und Stimmnuancen konnte auch der DAC9X mühelos reproduzieren. Ich hab mein Schniefen immer für Heuschnupfen gehalten, kann aber auch Preisallergie sein, dennoch meine ich, die Investition in den Kala 21 von Antipodes hat sich gelohnt.

Was kann der Antipodes Kala 21 sonst noch?
Wäre mir fast wurscht, mag aber den einen oder anderen von Euch zum Kauf anregen. Zunächst mal ist das Gerät gleichzeitg als Roon-Core und als Roon-Endpoint einsetzbar, der kann also z.B. Qobuz über Roon streamen und direkt selber per USB in bis zu 32 bit/768kHz PCM-Ton oder DSD ausgeben. DSD gibt es von nativ DSD 512 runter bis DSDoverPCM (DoP).

Wer echte DSD-Files besitzt, kann da mal mit Umschalten in der Software des Kala experimentieren, mir ward es nur äußerst eingeschränkt gegeben, da offen hörbare Unterschiede zwischen DoP und nativem DSD überhaupt ausfindig zu machen, geschweige denn, in klar verständliche Worte zu kleiden. Ich möchte fast vorschlagen, es bei DoP zu belassen. Wenn ein DAC dran hängt, seht Ihr den unter Audio Output, ich hab die Screenshots gemacht, während ich Musik hochgeladen hab, da war der DAC aus.
An Wiedergabe Apps steht einiges zur Verfügung, was sich zum Teil sogar miteinander kombinieren lässt, das ist was für Spielkinder auf der Suche nach dem ultimativen Sound: Roon hatten wir ja schon, HQPlayer, miniDLNA, Minimserver, Squeeze (LMS), Music Player Daemon (MPD) und abschalten kannst die Player Funktion auch noch.

Da müsst Ihr Euch jetzt nen krasseren Tester als mich suchen, Ihr wisst ja, HiFi-Händler sind meist zu blöd, mehr als Roon zu bedienen, erwartet also nicht, dass ich alle Alternativen ausprobiert hab. Der Kala 21 steht ja hoffentlich noch ein Weilchen bei mir rum. Die Kollegen von Fairaudio siehe hier, empfehlen den Roon Server mit dem Squeezeplayer, das glauben wir ihnen einfach mal.
Antipodes hat eigene Software für Roon, da ist nicht einfach nur Roon Rock installiert.

SSD Festplatten bis 8 TB könnt Ihr ohne Werkzeug einfach vorsichtig aber kräftig in den Slot an der Rückseite des Geräts stecken. Wenn Ihr die Kiste dann wieder anschaltet, Disk formatieren und einbinden. Dann könnt Ihr die nutzen. Dazu mal gleich die Beobachtung, dass es am Kala 21 wirklich schwer ist, Unterschiede festzustellen, ob die Musik von der SSD oder dem Netzwerk kommt. Am NUC war von der eingebauten Platte klar besser, am Kala 21 waren die Unterschiede deutlich geringer, bis nicht klar feststellbar.


Bei mir hat sich inzwischen auch noch ein G-Punkt auf die Festplatte geschlichen, das macht den Klang minimal runder. Was man erwähnen sollte, Antipodes hat natürlich auch eine eigene Formatierung für die Festplatten und da wird es für Wutbürger unerträglich, UNERTRÄGLICH, sag ich! Das bedeutet nämlich, dass Ihr Eure Musik da neu aufspielen müsst und das dauert, wenn Ihr mehr als eine Langspielplatte oder CD besitzt. Ihr könnt per IP in Eurem Netzwerk mit jedem Gerät PC, Laptop, Handy, Tablet über den Internetbrowser auf die Antipodes Software zugreifen. Rapper können Ihre Musik rippen, Laderfahrer hochladen, allerdings langsam. Guter Tipp, wenn Ihr nicht zu viele Daten auf einmal ladet, arbeitet das Programm auch deutlich schneller. Wer da terabyteweise Daten hochschaufelt, muss sich extremst gedulden. Zusätzlich unschön ist, dass die Verbindung nicht gesichert ist.

So bindet Ihr ne NAS mit Dateien ein. Wenn Ihr eine Festplatte habt, könnt Ihr die auch einfach hinten dran hängen, oder über den Explorer im PC hochladen, dazu muss man nur den Explorer und das Fenster zum hochladen parallel öffnen, dann kann man die ausgewählten Dateien einfach rüberziehen und die werden kopiert.
Ihr seht, dass es auch eine Rippingfunktion für den Kala 21 gibt. An sich einfach ein CD-Laufwerk per USB (manchmal sind beide Anschlüsse sinnvoll, damit genug Strom da ist) an den Kala und ab geht´s. Da wird in den Antipodes Foren nicht nur Positives von berichtet, weil der externe Dienst, der die Plattentitel, Künstler usw. ausliest, immer mal wieder ausfällt, oder fehlerbehaftet arbeitet. Da gilt, wenn er gerade geht, geht auch die Rippingfunktion vernünftig. Alternativ wäre mein Tipp EAC (Exact Audio Copy). Die CD am PC rippen und auf den Kala aufspielen.

Die hochgeladenen Dateien könnt Ihr dann verwalten, wie es Euch passt:

Mehr als 8 TB zu verwalten funktioniert auch nicht mit extrenen Platten, NAS..., da hilft bei Antipodes nur der Kohleausstieg, da müsst Ihr halt die paar Fleppen locker machen, die ein K 50 verschlingt, dafür gibt´s aber auch 24 TB, drei Netzteile, 2 Computer... seid nicht zickig.
Positiv ist die Absturzsicherheit (z.B. bei Stromausfällen) und die simple Effizienz der Software beim Antipodes. Der ist nicht der brutalste Schnellstarter, wenn man den über Nacht aus macht, war aber regelmäßig vor mir fit. Was böse Zungen hier im Haus als nicht schwierig angemerkt haben.
Fazit zum Antipodes Kala 21
Ich war sicher, mein Roon ist gut und hab ihn trotzdem kaufen müssen. Mehr will ich dazu nicht sagen. Bitter vom Preis aber leider geil.
Zum Kauf vielleicht noch folgende Anmerkungen:
Im Sommer sollen neue Kala Modelle rauskommen, entsprechend könnt Ihr den Kala 21 zur Zeit recht günstig erwerben. Schwarze sind äußerst dünn gesät, silberne gibt es durchaus noch. So folget dem Meister auf seinem Streamingtripp und kommet:
Den Antipodes Kala 21 beim Bonsaimacho zu kaufen
Der Wink mit dem Zaun, was gut für´s Bruttoinlandsprodukt wäre: Wer jetzt noch behauptet, der Kala 21 sei teuer, dem sei gesagt, ich als Händler hoffe natürlich auf eine von unserer Regierung erdachte Preisbremse für HiFi-Geräte. Das kann mir das Jahr retten, weil die Spannen dann erheblich rauf gingen. Ich kann mir gut vorstellen, nur noch um 12 Uhr mittags die Preise bekannt zu geben, mit täglichen Aufschlägen von, sagen wir 5%, damit jeder sieht, wer zu spät kauft, den straft die Gas Kathi. Ist doch erstaunlich, dass noch niemand auf den Rückschluss gekommen ist, dass die Grünen evtl. doch recht hatten, aus fossilen Energien auszusteigen. Gut dass Fossi Fritz, das Erneuerungsfossil der Union voll auf E-Fuels, Kernfusion und Wasserstoff setzt. Stört nichts, was es gibt, die Ölriesen beim Geschäfte machen. Wer weiß, ob er davon profitiert. Mei, bei Euch wird halt nicht mehr als ein winziger Tropfen E-Fuel angekommen sein, mehr gibt es leider nicht auf der Welt. Macht aber nichts, kostet eh noch 10.- Euro der Liter, würde aber das Bruttoinlandsprodukt sauber steigern. Da dürft Ihr nicht knausrig sein. Klar, dass Fossi Fritz voll auf Gas und Erdöl setzt, manche der Pflanzen, die jetzt Rohöl sind, kennt der halt noch aus seiner Schulzeit. "Das waren damals schon höchst imposante Gewächse, da kann heute nichts falsch dran sein, die waren damals schon Öko", oder so, würde das bei ihm klingen.
Da Maggus hat noch gar nichts gemerkt, weil der Döner nicht teurer geworden ist. Der ist voll damit beschäftigt, das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten mit gestreamten Fressorgien und Cowboyhüten, die das Gesicht leider nicht verdecken, bestmöglich zu beschädigen, weil die allerwertesten Parteikollegen ihn nicht zum Kanzlerkandidaten gemacht haben. Wer kennt denn einen CSU Politiker mit Medienpräsenz, der nicht entweder schon Verkehrsminister war, oder erst den Maggus fragen muss, welche Meinung er denn nun selber habe? Ja, ja, da Maggus ist alternativlos. Ich meine mich zu erinnern, dass Maggussens Mund schon der Meinung war, die Preise an den Tankstellen müssten runter, getan hat er aber, wie immer, nichts. Ist eh interessant, wie immer wieder Regierungsvertreter vollmundig Änderungen fordern, als hätte das mit Ihnen nichts zu tun, wie die Opposition. Leidls, ihr seid jetzt leider die Regierung, tut was! Sag ja, da Maggus ist der beste Grüne, den wir in Bayern haben. Der unterläuft das System von innen. Verbal voll auf Seiten der Verbrennerfahrer und Atomkraftbefürworter aber als Herzensgrüner passiv immer an der Förderung erneuerbarer Energien und der E-Mobilität. Er zeigt halt dem Dümmsten, wenn wer so regiert, wie ich, klappt nichts. Wir setzen halt in Bayern mehr auf Landschaft, die natürlich vollumfänglich von der CSU entworfen worden ist, als auf Technik. Bei uns ist es traditionell nachts dunkel. Ich hab mit einem "Nein" alle meine Ideen eingebracht. Jetzt müssen wir halt warten, ob die Grünen was zur Lösung vorschlagen. Wer anders ist ja nicht so doof, den Leuten Veränderung vorzuschlagen. Wir in Bayern setzen mehr darauf, von der Zukunft überrollt zu werden. Muss aber keiner Angst haben, unter die Räder zu kommen. Züge fahren eh kaum noch und an den Autos arbeitet der orange Affe aus Amerika und sein israelisches Schoasgwastl. Wenn die Luftverschmutzung für die Tiere nicht zu hoch ist, würde ich persönlich für Bayern auf Ochsen- und Eselskarren setzen. Da kann man bei ganz üblem Smog auch mal Politiker einspannen.
Schauen wir mal, ob nach dem verpassten Herbst der Reformen, dem Frühjahr der Untätigkeit und dem Sommer der Uneinheit, nicht irgendwann doch der Herbst der versäumten Wiederwahl wird. Schätze aber, so schnell geht´s nicht.
Dabei erhebt sich die Konkurrenz, wie der Phönix aus der Asche. Die FDP wird erneuert, von, haltet Euch fest dem Herrn Kubitzki, oder so. Mit smarten 74 in der Blüte seiner Untugend. Ich würde nicht behaupten wollen, ein 74-jähriger Leistungsalkoholiker sei nicht repräsentativ für den Verein, warte aber gespannt darauf, ob sie nicht lieber doch den Leichnam vom Genschman mit einem Stock am Fenster aufrichten wollen, um so richtig frischen Wind in die Partei zu bringen. Mein Gott, lasst doch den Satirikern ein wenig was an Gags übrig, das grenzt ja an Berufsverbot, wenn jeder die Witze über sich selber macht.
