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Bonsaimachos

Werbung (? siehe Anmerkung unten im Text)

 

Atoll ST 300 Test

 

Zur Zeit scheint mir ja eine Art galoppierende Hirnerweichung um sich zu greifen. Nicht allen sieht man es so krass an, wie den russischen Teiggesichtern. Gerade dem Außenminister scheint der Denkapparat schon rein optisch in die schlaffen Backen, Verzeihung Wangen gerutscht zu sein. Die Backen sieht man ja Gott sei Dank nicht. Bah, so Bilder wird man schwer wieder los. Jedenfalls funzt der oben verbliebene Rest offenbar nur noch auf Schwachstrom, was ihm auffallen könnte, wenn er sich reden hört. Woher soll er sonst wissen, was er denkt, wenn er nicht hört, was er sagt? Das kann Außenstehenden schon mal als verwirrlich erscheinen. Wir in Europa klammern uns mit dem Schließmuskel an unsere Auto- und Motorradsitze und nennen das Freiheit, um nur ja nicht vernünftig zu werden und die Umwelt zu schonen. Währenddessen zeigen wir völlig verständnislos auf die Amerikaner und wundern uns über deren Freiheitsfetisch, die gute alte Tradition, im Kindergarten oder in der Schule erschossen zu werden, weil jeder Hirnerweichte eine Waffe tragen darf. Seltsame Zeiten.

Da wird es doch Zeit für harte Fakten über einen Streamer-Vorverstärker. Mission war es, einen erschwinglichen, qualitativ hochwertigen Streamer aus deutscher Produktion auf der Highend Messe in München zu finden, um nicht in die Abhängigkeit von hirnerweichten Chinesen zu geraten. Hat nicht ganz geklappt. Fündig wurde ich bei einem Produkt Made in Frankreich - lässisch:

Der Atoll ST 300

Atoll ST 300 von vorne oben

Rock solid, drum steht er im Steingarten. Was isser? Was kanner? Dat Dingens is ein Streamer auf aktuellem Stand dessen, was es legal problemlos an Musik verfügbar gibt (192 kHz / 24 Bit, bzw. DSD 128) und einem echt potenten Vorverstärker mit Class A Ausgangsstufe. Der kostet schlichte 3.000.- Euro bietet dafür aber auch Qualität vom Feinsten. Wer jemals seinen Elektromüll von Böse, oder wie die heißen geöffnet hat, sollte jetzt mal wegschauen:

Atoll ST 300 Kondensatorenbank

Von diesen dezenten Kondensatoren tummeln sich auf dem Kondensatorenbankerl des ST 300 gleich 8 Stück, in Worten acht. Macht eine Siebkapazität von 69.000 Microfarad, weil ein paar kleine auch noch drin sind. Da sind andere Firmen schon auf 2 von denen stolz, und das im Vollverstärker. Das sollte für die marktüblichen Endstufen bzw. Aktivlautsprecher locker reichen. Allgemein ist der Aufbau wieder einmal lehrbuchmäßig und von einem Aufwand geprägt, den man heutzutage nur noch selten findet:

Atoll ST 300 offen

Boah ey, da wird noch mit Schirmung gearbeitet, so was von 80er-Jahre, als Bauteile noch billig waren. Da gibt es separate Stromversorgungen für den Digital- und den Analogteil. Da kannst sogar wählen, ob du eine analoge Lautstärkeregelung haben möchtest oder eher an digital glaubst bzw. das leichter findest. Da sind zwei Burr Brown PCM 1792 D/A-Wandler drin (einer je Kanal) Doppelmonoaufbau und eine komplett symmetrische Signalverarbeitung. Da wird jeder einzelne Kanal nach plus und minus getrennt sauberst weitergeführt:

Atoll ST 300 Kanaltrennung bei der Signalverarbeitung

So geht sorgfältig. Und was zeichnet den Hockaräter aus? Richtig de Bling, Bling. Vergoldet, wo´s keiner sieht, das ist smartes Understatement:

Atoll ST 300 vergoldete Kontakte

So, schon genug gelobt? Den faden Kram könnt Ihr hier nachlesen: https://vertrieb.audium.com/product/atoll-st300sig

Das der inzwischen Roon ready ist, freut mich besonders. Die Standards, wie Tidal inkl. MQA, Deezer, Qobuz und die simplen Streamingdienste, wie Spuckify oder so gehen auch, das steht halt auf der Herstellerseite, die auch mal aktualisiert werden könnte. Schönen Gruß an Frank!

Ach ja, Bluetooth und Internetradio über airable sind auch mit an Bord. Fehlt was? Apple Jüngern graust es - kein Airplay 2. Wer wollte sich auch diesen Klang versauen lassen und nicht direkt über den ST 300 streamen? Apple Formate kann er nämlich lesen. Die App geht aber auch auf IOS, also ois easy. Spannender ist

Was geht an den Atoll ST 300 signature alles ran?

Atoll ST 300 von hinten

Wir sehen 2 Analogeingänge, die Kiste nimmt Ihre Aufgabe als Vorverstärker also wirklich ernst. Keiner muss hier auf seinen CD-Spieler verzichten, wobei der natürlich auch digital ran ginge, was, ob der wohlig warm klingenden Wandler eher empfehlenswert wäre. Weil ich sie eh nicht nutze, hab ich die zwei Antennen für WiFi und Bluetooth weggelassen, die gibt´s aber natürlich. Für die ganz Harten, hat der auch noch zwei digitale Ausgänge, falls irgend ein Fledermausohr noch Verbesserungspotenzial in einem separaten Wandler vermutet, den ST 300 als reine Streamingbridge nutzen möchte.... Mein Tipp ist eher, Eure Digitalquellen an die Lichtleiter bzw. Coaxanschlüsse ran zu hängen, um auf den Klang des ST 300 zu kommen.

Atoll ST 300 Analogausgang Cinch und XLR

Zur Endstufe geht´s entweder über Cinch oder XLR weiter. Klingt beides gut, ob des symmetrischen Aufbaus würde ich aber die XLRs bevorzugen.

Schmankerl? Ah oui, wie der Franzose sagt.

Atoll ST 300 Eingang digital und analog

Neben des meist hilfreichen Trigger-Anschlusses, der dafür sorgt, dass eine nachgeschaltete Endstufe mit angeht, möchte ich besonders auf den äußerst potenten (schon wieder - das scheint mir der Stier unter den Streamern zu sein) USB-Anschluss verweisen. Der liefert äußerst respektable 1 A, das Doppelte der "normalen" USB-Spezifikation. Heißt? Kannste auch USB 3 Festplatten oder stromhungrige Riesenfestplatten mit betreiben. Die kann man direkt anstecken, genau so, wie einen USB-Stick, der auch äußerst fix erkannt und ausgelesen wird.  Das geht mit Fat 32, NTFS oder Ext2/3/4 Dateisystemen. Natürlich kann der via DLNA/UPNP auch ne NAS auslesen, hier reicht aber ne simple Festplatte als Speicher.

Was ich am ST 300 schätze ist - die Digitalos werden mich schlagen - dass der durchaus vernünftig und ohne Studium der Informatik über die mitgelieferte Fernbedienung ohne größeren Zeitverlust gegenüber der App bedient werden kann.

Atoll ST 300 Fernbedienung nah

Die geht nicht nur oben rechts an, siehe IN 200. Nein, über die Wippe in der Mitte kann man auch relativ lässig durch Ordnerverzeichnisse und Internetradiosender zappen. Die Leute mit dem Bizeps am Daumen vom raschen TV-Umschalten, werden es zu schätzen wissen. Trotzdem sollte man drauf kommen, die häufiger genutzten Internetradiosender über die App oder die, gleich kommt das böse Wort wieder, Fernbedienung in die Favoriten zu ziehen, damit man richtig schnell zugreifen kann. Fein ist da, dass der ST 300 die zuletzt genutzte Quelle beim Einschalten gespeichert hat, solange ihr den nicht über den harten Netzschalter ausmacht. Das wiederum möchte ich empfehlen, weil die Kiste doch ganz gut Strom im Standby zieht und an sich nach 15 Minuten schon super klingt.

Der Atoll ST 300 am Atoll IN 400

Ich führe ja Lautsprecher extrem gerne am Atoll IN 400 vor, weil der dem theoretischen Ideal eines neutralen Verstärkers schon recht nah kommt, einen super Vorverstärkerteil hat und extrem viel Musikalität bei höchster Detailfülle hervorbringt. Außerdem kann sich dem brutalen Charme seines 1015 Watt Netzteils kaum einer der handelsüblichen Lautsprecher entziehen. Wie kommt also das neue Dreamteam von Atoll?

Wer sollte uns das besser vermitteln, als die ultimative Zicke unter den Lautsprechern, die neue Concentro S 503 von ELAC. Da hörst alle Details, mal mehr als einem lieb ist, dann hab ich als Urteil schon gehabt, zu höhenlastig, zu basslastig und irgendwas mit seltsamen Mitten, insofern wohl so neutral, dass Jeder rein interpretieren kann, was er mag. Merke, manchmal bringt erst die Zicke (m/w/d) alle Qualitäten an den Tag. Wennst erst mal erkannt hast, dass Männer und Frauen und Diverse einfach nicht zusammen passen, tust dich leichter, nicht mehr allein zu sein.

Die ELACs wurden vorschriftsmäßig auf den LS 100 Ständern verschraubt, da drunter hab ich Gaia II von Isoacoustics gepackt, das Ganze mit einem Supra Excalibur Lautsprecherkabel verbunden und ab geht die Luzie.

Atoll ST 300 Display

Das in der Helligkeit einstellbare, sehr gut lesbare Display des Atoll ST 300 sig.

Also ich hatte mich ja auf ein tendenziell eher helleres Klangbild eingestellt, und da war es egal, ob ich den ST 300 nur als Streamer oder als Vorverstärker angeschlossen habe. Nö, super detailreich, ohne aggressive Spitzen in den Höhen, Bass, wenn Bass gefragt war, für mich ganz nah an neutral und halt sehr, sehr echt. Urteil sehr gut, sofort kaufen. Kein Scheiß jetzt ab und her die Flocken. Werbung wird auch immer aggressiver.

Spaß bei Seite, wer eine musikalisch hoch ambitionierte, möglichst echt klingende und für´s Langzeithören absolut taugliche Anlage haben möchte, kann in dieser Kombination wenig falsch machen, außer sein Konto zu überziehen. Wer´s finanziell packt, wird mit viel Grinsen im Gesicht den Lebensabend verbingen. Und das ist doch mal ein gute Botschaft, weil sich das Grinsen ganz ohne Hirnerweichung einstellt - Herzerweichung trifft´s eher.

Der Atoll ST 300 an der ATC P1 Endstufe

You want it darker? Schon damals mein Kommentar zur wirklich starken ATC P1 Endstufe. Also mal die Qualitäten des Atoll ST 300 als Streamer und Vorverstärker gecheckt. An sich der selbe Versuchsaufbau und siehe da, Meinereiner, der jetzt nicht so der Brutalobassfetischist ist, findet auch dass die Concentro S 503 da recht sauber hinlangt. Für mich an der oberen Grenze dessen, was ich an Bass lange vertrage. Aber gut machbar, denn die Betonung liegt auf sauber. Ich weiß nicht, wie ATC das hinkriegt aber die P1 trennt oft noch Details im Bass, die selbst deutlich teurere Endstufen nicht so klar rausarbeiten. Allerdings kein Hammerbass ohne Auswirkungen auf den Gesamtklang, wir sind jetzt deutlich im wärmeren Klangspektrum mit leicht röhrenhaften Ambitionen angekommen, allerdings immer noch mit der vollen Detailfülle. Das bringt mich zu dem Schluß, dass der ST 300 von den Franzosen wirklich auf "neutral ohne zu nerven" getrimmt wurde. Der spielt einfach ultra präzise zu. Aus meiner Sicht ein Kompliment, gerade in der Preisklasse, mit der man als Hersteller ja schon Ambitionen auf die höheren Weihen der Massenhersteller ankündigt. Den ST 300 kannst absolut auch mal einem Highender unterjubeln, der ihm auch Respekt zollen wird. Vielleicht als Zweit-, Dritt- oder so Anlage, wenn der 20.000.- Euro Streamer schon im Haus ist.

Atoll ST 300 Vorverstärker mit Balance

Der ST 300 wahrt die Balance und hat auch einen entsprechenden Regler um kreative Aufstellung auszugleichen.

Fazit zum ST 300

Ich hab mich in Bezug auf Hegel Verstärker schon mal dazu hinreißen lassen, anzumerken, dass den Streber in der Klasse nicht immer alle mögen. Jetzt ist der ST 300 von Atoll auch nicht der Streber light sondern der Streber mit den Rastas, der auch mal gerne eine durchzieht (Bong mein ich natürlich, ihr...(Schimpfwort einsetzen)). So ein Streber, der die Leichtigkeit des Seins gepachtet hat und den Reggae schätzt. Der gibt den Ton an, wie die Grünen in der Politik. Weiß nicht, ob Euch das schon aufgefallen ist, aber die Union diskutiert seit einiger Zeit nahezu ausschließlich Ideen der Grünen, weil sie so gar keine eigenen haben. Das passiert, wenn dein Erneuerungsfossil für frischen Wind in der Partei sorgen soll aber dasteht, wie der Saurier vor dem Kometen. Wenn dir die Erzählung geplatzt ist, wählt uns, dann bleibt alles, wie es ist und Anpassung gefragt ist, fällt es natürlich schwer, die zu eng gewordene Haut abzustreifen und sich zum Schmetterling zu entwickeln. Der Maggus hat ja schon allerlei Larven probiert - passt ned.

Was ich aber enorm passend fände ist

den Atoll ST 300 beim Bonsaimacho zu kaufen.

Das hilft Euch und mir. Als Anlagenberater kann ich zur Zeit nämlich sowohl von Festgeld als auch von Aktien abraten und zur Anlage in Sachwerte auffordern. Die Anlage in die Anlage bringt manchmal sogar Geld, in dem Fall aber sicher Spaß ein und der ist was wert in diesen hirnerweichten Zeiten. Erinner ich mich da richtig, dass den Damen damals die Dutteln abfallen sollten, als die Gurtpflicht eingeführt wurde? Erleuchten Sie mich Herr Bhakdi.

Ich bin aber auch ein Dummerchen, kaum drückst auf "Veröffentlichen" wird schon nachgemault, wie denn das mit der App so sei. Ja also äh, wie soll ich sagen, a weng, wenn Sie verstehen, was ich nicht tu, also halt so. Hat nicht direkt der Stoiber programmiert, aber da ist schon mal ein Schritt mehr dabei, als der gerade Weg erfordern würde. Ich wunder mich immer wieder, wie hart ich gestalkt werde,  wer so ein Zeug liest und dann auch noch mitdenkt. Das wirft doch meine ganzen Theorien über den Haufen. Merci für den Hinweis.

Mann, Mann, Mann, jetzt muss ich schon über Hirnerweichung bei mir selber nachdenken - hoffentlich klappt das. Es kamen noch mehr Fragen zu dem Artikel auf. Erstens: "Reicht der ST 200 auch?" schaut auf den ersten Blick ja recht ähnlich aus. Antwort ganz klar, nein. Ihr könnt mit dem ST 300 eine nahezu perfekte Streaming-Vorstufe erwerben, die wirklich, wirklich  nah am Optimum dessen spielt, was in der Preislage als machbar gelten kann, da geht´s auch um Präzision im Timing, Klirr usw. da fehlt´s an Doppelmono, an kleinen Details, sprich am letzten Feinschliff. Meine Empfehlung ganz klar, ST 300.

Zweitens Upsampling. Warum nicht 32 Bit, 768 kHz? Leidl´s es ist schee, wenn der Ferrari 580 PS hat und 320 km/h geht. Dumm nur, wenn die Verkehrslage nur 80 zulässt. Nicht jedes Upsampling verbessert den Klang wirklich und der ST 300 ist drauf abgestimmt, höchst präzise ohne zu nerven zu arbeiten, der klingt fein, die Software, sprich Musik ist dafür zu haben. Wäre das nicht zukunftssicherer? Weiß nicht.  Ich hab die Beobachtung gemacht, dass die Industrie, und da wäre es jetzt gemein aber zutreffend, wenn man sagt, seit Apple, peinlich darauf achtet, dass neue Formate auch mit neuer Hardware einhergehen. Der nächste Reißer im Klang kann auf herkömmlicher Technik beruhen, muss nicht.


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