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Bonsaimachos

Werbung Anmerkung, siehe unten im Text

 

ELAC Solano BS 283 Test

Na jetzt schlägt´s aber 13. Fragt mich doch neulich jemand, ob ich professionell schreiben könne. Mann, ich kenn Schriftsteller, von denen würde ich das nicht behaupten, und die leben davon. Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es. Learning by doing, könnte man vermuten, aber weit gefehlt. Da zieh ich doch den Autoritätsbeweis: Ich habe die harte Schreibschule bei einer nun wirklich für Ihre emanzipatorischen Ansichten bekannten Uni-Professorin durchlaufen. Merkt man doch. "Creative Writing" bei der Leichen-Lissy. Gell, da schaugt´s. Da saß auch der ein oder andere heute als SZ-Redakteur Tätige rum. Was natürlich kaum was damit zu tun gehabt haben könnte, dass die Dame damals recht präzise die zweitschärfste Maus (m/w/d - darauf hätte sie Wert gelegt) im Lehrpersonal der Fakultät war. Zudem die Einzige, bei der der Weg zum Ruhm und einer späteren Tätigkeit als Professorin vorgezeichnet war (hat auch geklappt). Als Harvard Absolventin vermittelte sie schon damals den Eindruck, dass man auch mit so seltsamen Hobbies, wie Geisteswissenschaften Geld verdienen könne. Durchaus singulär in einem Umfeld, dem alle Jobmöglichkeiten offen standen, weil es durch keine Arbeitsverträge gebunden war.

Frau Prof. Elisabeth Bronfen, die Leichen-Lissy hieß so, weil sie eine Maßstäbe setzende Habilitationsschrift über die weibliche Leiche in der Kunst und Literatur verfasst hatte ("Over Her Dead Body", falls wer nachschauen möchte) und gab also "Creative Writing" Kurse. Da konnte Mann auch was lernen, gerade über die Konkurr... das weibliche Geschlecht. Was meint Ihr, warum ich für Damen immer so einfühlsam schreibe? Fan meiner Werke war sie leider nur eingeschränkt. Anfangs ging immer ein Strahlen über ihr Gesicht und sie meinte: "Das ist lustig, aber was wollen Sie damit Tieferes aussagen?" Nun ja, damals fehlte es mir noch an der Schlagfertigkeit, mit den Worten Marc Uwe Klings zu antworten: "Es gibt 2 Kategorien im Leben: Witzig und nicht witzig." Das wäre es gewesen. Ich hab ihre Frage eh nie verstanden.

So nu aber zu was Ernstem:

ELAC Solano BS 283 Lautsprecheranschluss

Das Bi-wiring/amping Terminal der ELAC Solano BS 283

Oh, welch Schlauberger ist denn da drauf gekommen, die elende werksmontierte Brücke zwischen den Anschlüssen durch vernünftige Jumper zu ersetzen? Na, das wird dem Klang sicher gut tun. Tut es! Macht das! Heute lass ich mal mehr den Macho raushängen. Und bevor wer fragt: Falls Ihr kein Bi-wiring Kabel habt oder bi-amping (2 Verstärker) betreibt, was ich in dieser Preisklasse jetzt mal eh nicht vermuten würde, solltet Ihr das Lautsprecherkabel an den zwei unteren Terminals anschließen, da wird mehr Strom gebraucht, das ist der Bass.

Was bringt es denn sonst noch, so ein Anschlussfeld? Vor allem den Ruch des High-Endigen. ELAC selbst, Dynaudio und noch einige prominente Vertreter der Lautsprecherhersteller haben jahrelang argumentiert, bei ihnen brauche es kein doppeltes Anschlussfeld, eins tue es auch, obwohl gute Gründe für einen bi-wiring-Anschluss sprechen mögen. Das ist eine tolle Diskussion für die einschlägigen HiFi-Foren und für alle von Euch interessant, die Ihr Repertoire (den Vorrat halt) an Flüchen, Beleidigungen und Fäkalausdrücken erweitern möchten. Kurzum eine zeittotschlagende Beschäftigung in Coronazeiten, die man sofort wieder aufgeben kann, wenn´s wieder nach draußen geht, hat eh keinen Erkenntniswert. Wir halten fest, sieht professionell aus.

Wie klingt die ELAC Solano BS 283?

ELAC Solano BS 283 von hinten unten

Da legst di nieder. Daher kommen solche Perspektiven zustande. Respekt, was aus dem winzigen Gehäuse rauskommt. Jetzt war schon die Carina BS 243.4 ein echter Hammer für ihre Preisklasse, die Solano BS 283 klatscht alles weg. Für 1.598.- Euro Listenpreis an sich kaum zu toppen. Ich hab die an einem Hegel H 190 unmittelbar nach einer Special Forty von Dynaudio gehört, die ja bekanntlich massiv mehr Volumen hat und knapp 3.000.- Eurönchen Liste kostet. Dumm für die Special Forty, aber das war mal sehr, sehr ähnlich. Hatte ich schon bei der großen Solano FS 287 vermutet, dass die Kieler zuletzt mal einen näheren Blick auf die Tätigkeiten im Nachbarland bei Dynaudio geworfen haben, wird das bei der BS 283 fast zur Gewissheit. Viel, sehr viel Bass aus einem kleinen Gehäuse, ohne, dass das basslastig wird - ein schwieriger Spagat, den beide Lautsprecher bravourös meistern. Warmer Grundton, trotzdem eine sehr gute Durchhörbarkeit, will heißen, fast alle Details und Instrumente voll da, keinerlei Ansatz zu nervigem Hochton und dennoch ein äußerst leistungsfähiger Hochtöner. Auffällig ähnlich, erschreckend nah beieinander.

Was heißt das für die Vela BS 403, die ich bis dato ja als schärfste Waffe bis 2.000.- Euro Paarpreis gepriesen habe? Nun da hatte ich ja auch festgestellt, dass die eine Special Forty bei leisen Lautstärken sogar verseilt. Auch der sitzt die Solano BS 283 eng im Nacken. Die Vela kann aber aufgrund der teureren Bauteile kleine Vorteile im Tiefbass, der Klarheit des Klangbilds und der Stimmigkeit des Zusammenspiels verbuchen. Die Solano ist auch nochmal anders abgestimmt. Da erscheint das Bassfundament subjektiv (objektiv kommt die Vela genau so weit runter) nochmal solider, über das gesamte Frequenzspektrum zieht sich eine eher von älteren ELAC Modellen bekannte Wärme durch, bei der man sagen kann, dass sowohl die Vela als auch die Special Forty "echter" spielen. Weil sich gegenüber den Vorgängermodellen die Solano 283 aber durch eine dort nicht gekannte Klarheit absetzt, kann ich mir gut vorstellen, dass die neue Abstimmung in der breiten Masse (hier lasse ich mal kurz meinen Hang zur Allwissenheit durchscheinen) viele Freund*innen (perfekt gegendert) findet. Die Leichen-Lissy wäre stolz auf mich.

Mehr Lobhudelei für die ELAC Solano BS 283

ELAC Solano BS 283 von oben

Das Foto hab ich jetzt absichtlich so ein wenig herablassend von oben gemacht, haben wir Normalos doch immer ein Problem, wenn eine Dame nicht nur reich und intelligent ist sondern zudem noch gut ausschaut. Meine Damen, scrollen Sie jetzt mal kurz weg. Das ist in etwas so, als wenn sich rausstellt, dass die fesche Blondine mit der granatenmäßigen Oberweite auch noch Abitur hat. Quasi uns nicht vermittelbar, weil wir uns da, in Erkenntnis der Bescheidenheit des eigenen Daseins, selber verschämt ausblenden. (Jede andere Reaktion kann therapiebedürftig sein - muss nicht).

ELAC Solano BS 283 von hinten oben

Scho schee, gell? Man kann es nicht oft genug betonen, dass aus der Powerzwergin viel mehr an Klang rauskommt, als die zarten Proportionen vermuten lassen. Zumindest und da kommen wir endlich zu einem sehr kleinen Haken an der Sache, wenn man sie an muskulösen Verstärkern betreibt. Merke: Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein äußerst kräftiger Mann, der nicht zum Zuge kommt, weil sie sich auch nicht mit jedem Hirni abgibt und außerdem eh auf Frauen steht, weil sie keinen annähernd so intelligenten Mann gefunden hat, der ihr auch nur ansatzweise das Wa...wir wollen hier niemanden runterziehen. Die Damen haben es auch schwer und gelten selbst bei Parship als unvermittelbar. Wie kommt er denn jetzt da wieder drauf? Allwissenheit oder Vorurteile? Wir werden es nie erfahren.

Die Solano BS 283 ist aus meiner Sicht jedenfalls bestens und mit gutem Gewissen vermittelbar.

Ein paar Beobachtungen aus dem Betrieb der BS 283

Ja, die braucht Wandabstand, eng einbauen ist nicht ihre Sache, da nehmt lieber die bewährte BS 312 von ELAC.

ELAC Solano BS 283 seitlich von vorne

Obwohl ich gerade dabei bin, mehr Atoll in mein Sortiment reinzubringen, muss ich doch feststellen, dass die Solanos, egal welcher Größe, sehr sehr gut mit den getunten Hegel Verstärkern harmonieren, die überall bei mir im Haus rumstehen. Das ist jetzt sicher nicht die übliche Methode, so fortgeschrittene und preislich ambitionierte Verstärker an relative "Billigboxen" ranzuhängen, trotzdem möchte ich es empfehlen. Das Ergebnis ist verblüffend. Es ergibt sich ein super runder, für Hegel-Verhältnisse erstaunlich warmer Gesamtklang, der höchste Auflösung ermöglicht, im Hochton sicher nicht nervt und dennoch, zumindest aus meiner Sicht, gerade die Hochtonanteile der Hegel auf´s leuchtendste zum Glänzen bringt. Heut hat er wieder Bilder, als könnte er sich noch an den letzten LSD-Rausch erinnern. Wahnsinn.

Mit dem Cambridge CXA 61 / 81 und dem Atoll IN 200 harmoniert die Solano BS 283 nicht ganz so toll, wie die Vela BS 403, da verschiebt sich der Fokus von der Allrounderin dann doch hin zur Rockbox. was ja nicht schlecht sein muss. Es ist jedenfalls gewaltig, was dir die BS 283 so an Pink Floyd in den Raum tapeziert, da schaust vor Schreck gleich mehrmals nach, ob das sein kann. Die Solano FS 287 ist da noch extremer.

An den Denon, Onkyos und Marantzens dieser Welt betrieben, verkauft sich die Solano, zumindest bei den kleineren Modellen unter Wert, weil sie dann doch Stromstärke und Dämpfungsfaktor für die Klangkontrolle goutiert (mag halt). Heute parliert er wieder auswärts. Da ist im Zweifel sogar die Vela BS 403 genügsamer. Wer aber, und wer möchte sich da ausschließen, dem Pfad des Bonsaimachos folgt, wird ja hoffentlich inzwischen gelernt haben, dass Verstärker nicht groß und kräftig genug sein können. So Chuck Norris Modelle, wie der Hegel H 390 haben halt immer wieder viel Schönes für sich. Heißt in Verstärkern, so ein Cambridge CXA 61 oder ein Atoll IN 80 sollten es schon sein, um das ganze, dann riesige Potenzial der Solano BS 283 auszuschöpfen. Nach einem beherzten Dreh am Lautstärkeregler ist aber auch ein 4-500.- Euro Verstärker etwas besserer Bauart mit einer Solano nicht völlig überfordert.

Nur weil ich es sonst eher kritisch anmerke, wenn ein Lautsprecher zu analytisch aufspielt. - die ELAC Solano BS 283 ist absolut auch für das Hören von Internetradio und MP 3s (Gesundheit) tauglich.

So und jetzt betrachtet mal die psychologische Raffinesse der Bildauswahl:

ELAC Solano BS 283 von vorne

In the face!

Gesehen? Massiv, knallhart von vorne fotografiert, weil´s jetzt straight (direkt) auf den Punkt kommt.

Die ELAC Solano BS 283 beim Bonsaimacho kaufen

Was sonst? Niemand fotografiert ohne Grund so hart, so direkt, weil´s so ist. Die Solano BS 283 wird Euch ansprechen. Für günstig Geld, hat sich ja inzwischen hoffentlich rumgesprochen, kriegt Ihr bei mir feines und feinstes HiFi in den jeweiligen Preisklassen. Die UVP wird dabei zwar in Einzelfällen unterschritten aber was hat je besser gewirkt, als sich die Fans zu kaufen?

Ich befürchte zwar, dass so ein klares Bekenntnis zu Bestechung und Bestechlichkeit meiner Seriosität Abbruch tun könnte. Wer aber erst mal bei mir mit einem höchst gepflegten Bier auf der Terrasse sitzt - und Leute, solche Zeiten kriegen wir wieder, mag das zu schätzen wissen. Sagt das dem Panik-Markus.

Nachtrag: Technische Daten ELAC Solano BS 283

Nur, weil man die ELAC Seiten zur Zeit mit einem handelsüblichen Browser nicht aufbekommt und einige Nachfragen kamen, hier noch die technischen Daten zu den  BS 263:

Solano BS 283

Übertragungsbereich: 41 – 50.000 Hz (klingt nach mehr Bass)

Nenn- / Musikbelastbarkeit: 70 W / 100 W

Empfindlichkeit: 85 dB bei 2,83 V/m (d.h., die braucht Stromstärke = etwas größere Verstärker)

Bauart: 2-Wege, Bassreflex

Tieftöner: AS 1 x 150 mm Ø

Hochtöner: JET 5

Farbausführungen Schwarz / Weiß Lack Hochglanz

Höhe x Breite x Tiefe: 331 x 190 x 248 mm

Gewicht: 8,0 kg


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