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Bonsaimachos

Werbung (Anmerkung siehe unten im Text)

 

ELAC Vela FS 408 Test

Manchmal sieht man ja was und kennt sofort den wahren Namen, wie es in den Fantasyromanen immer so schön heißt. Ich jedenfalls hab mir beim Auspacken die ELAC Vela 408 angeschaut und sofort gedacht: "DIe dicke Bertha!" Was immer das heißt. Für die Einen ist das ein 42 cm Geschütz, dann müssten wir hier überprüfen, ob die mit ihren beiden 18-er Basschassis genau so granatenmäßig einschlägt. Für die im Après-Sport etwas Stärkeren, also Bonsaimachos, ist das ein 5 Liter Krug gefüllt mit Cuba-Libre. Gerade bei jugendlichen Fußballern am Lande nicht unbeliebt. Schauen wir also, ob die uns auch umhaut. Wieder Andere mögen darunter eine, sagen wir mal doppelgriffige Dame verstehen und da ist der Bonsaimacho natürlich sachkundig, das kann er beurteilen - streichelzart ist die allemal:

ELAC Vela FS 408 von vorne

Findet Ihr auch, dass Bezeichnungen, wie griffig oder gar doppelgriffig mit Bezug auf Mehl Verschwendung sind? Zur Klassifizierung der Damen-, Herren- und Diversenwelt aber unschlagbar, um das mal politisch korrekt auszudrücken. Klingt charmanter und trifft´s besser als mollig oder gar fett, was ja doch irgendwie mehr nach minderwertigen Lebensmitteln klingt und vermittel auch gleich so ein wenig Gebrauchswert. Egal, zum Thema - a so a dürre Heigeig´n braucht doch eh keiner. Volumen, Volumen ist durch nichts zu ersetzen. Wie bitte? Logisch red ich über die HiFi-Welt.

ELACs Vela 408 Anmutung und innere Werte

Der Draht, der zueinander führt, ist in diesem Fall von van den Hul. Logisch hat auch die neueste Vela die verbesserte Innenverkabelung und die optimierten Frequenzweichen gegenüber der 24...-Serie. Optisch und, ja da müssen wir drüber reden, vom Gewicht her, eine echte Vela. 27,1 kg MDF mit Metalluntersetzer und Aluhut. Verschwörungssicher? Möglich. Auf jeden Fall schräg genug um in Verschwörungstheorien und bei Querdenkern eine Rolle zu spielen. Die Dachneigung mein ich. 2 stattliche 18er-Bässe, einen Jet 5 als Hochtöner, das alles in 2 1/2-Wege Verschaltung, quasi ne 407er Vela aus der Muckibude. Die schaut im Katalog nur harmlos aus. Auf freier Wildbahn, ist die mit 114 cm Höhe doch stolze 14 cm höher als die 407er und auch deutlich wuchtiger, Verzeihung, griffiger. Dicke Bertha halt.

ELAC Vela FS 408 seitlich von vorne

Von hinten betrachtet fällt zunächst mal auf, dass die Rückwand glatt ist, keine zweite Bassreflexöffnung, wie noch in der Vela 407. Da dient nur der dezent gelupfte Fuß als Auspuff. Nicht nur optisch schicker, das ermöglicht auch reduzierte Wandabstände, was alle beglücken wird, die die dicke Bertha nicht auf dem Schoß haben möchten, weil die sooo weit von der Rückwand platziert werden müsste. Muss sie nicht, so 40 bis 50 cm sollten es aber schon sein. Zudem sehen wir das beliebte Bi-Wiring-Terminal mit den unbeliebten Brücken, die ich dringend rate, wie auf dem Bild, durch Lautsprecherkabel oder Jumper zu ersetzen.

ELAC Vela FS 408 von hinten

Wie klingt die neue ELAC Vela 408?

Wuchtig! Typisch Vela. 407er Vela aus der Muckibude trifft´s voll. Wer hat das bloß so schön vorformuliert? Klingt für mich, als hätte ich´s schon mal gehört. Das ist der Lautsprecher für gestandene Frauen. Ihr fragt Euch, nicht zu unrecht, welch übel sexistische Anmerkung da folgen mag. Aber die braucht´s gar nicht. Jeder weiß, was eine gestandene Frau ist. Das sind die Damen, die mit beiden Beinen solide im Leben stehen und dadurch beeindrucken, dass sie, von Jünglingen, denen sie begehrlich erscheinen angebaggert, weder in´s Schwitzen kommen, noch anderweitige Reaktionen entwickeln, die über einen mitleidigen Milcheinschuß, ob der Jugend des Bewerbers hinausgehen. Geerdet, solide halt. Für solche Frauen ist die Vela 408, wie auf den Leib geschnitten. Da hat jetzt hoffentlich keiner von Euch "dicke Bertha" gedacht? Pfui!

ELAC Vela FS 408 Chassis

Was heißt das für den Klang? Ist die Vela FS 407 schon eher basslastig für die Figur und die Preisklasse, hat die 408er Vela definitiv den Bass der richtig großen Lautsprecher und muss sich auch vor eine 409er Vela nicht verstecken, da kann sie auf Augenhöhe (Ohrhöhe wäre wohl der bessere Ausdruck) mithalten. Der Mittel- und Hochtonbereich ist absolut Vela, also sehr klar gehalten aber mit genügend Schmelz, um nicht aggressiv rüber zu kommen. Die Bühne ist nicht riesig und erstreckt sich eher von der Boxenlinie aus nach vorne, erstaunt aber an potenteren Verstärkern mit einer Ausweitung nach hinten und oben. Mir schien, die 408er muss man etwas weniger auf den Hörplatz hin einwinkeln, als eine 407er. Ist ja normal nicht so mein Metier aber ich fand die ELAC Vela FS 408 bei Klassik sehr beeindruckend. So ein einsetzendes Tutti des Orchesters kannst selbst als Punker zum Aufrichten deines geölten Iros (Irokesen) am Morgen hernehmen. Das bläst amal sauber den Gehörgang durch. Damit ist wohl auch schon was über die Eignung für Elektro- und eher basslastigere Musik gesagt. Das ist ihre Schokoladenseite. Kraftvoll, dynamisch, spritzig, trifft´s ganz gut. Eine Spaßbox mit Neignung zur Allrounderin, weil auch feine und feinste Details der Musik hörbar werden.

Der unausweichliche Vergleich: Vela FS 408 vs. Vela FS 409:

Ich hatte ja vereinzelt schon angedeutet, dass ich das Vorspiel für überbewertet halte, also nein, die 408er Vela ist keine geschrumpfte 409er Vela, das ist eine aufgepumpte 407er Vela. Zu den 3 1/2-Wegen der Vela FS 409 fehlt definitiv der Mitteltöner. In diesem Bereich kann die, tatsächlich anders abgestimmte Vela FS 409 nochmal, nicht sehr stark aber doch deutlich punkten. Auf der 409er Vela gewinnen Instrumente wie ein Saxophon und die immens wichtigen Stimmen noch an Klarheit und Detailschärfe dazu. Da wirkt das Bassfundament noch einen Hauch selbstverständlicher und die Einzelinstrumente körperlich besser umrissen. Liveaufnahmen sind, gerade, was die Atmosphäre im Publikum angeht noch ein wenig "echter" und jedes Detail ein klein wenig greifbarer. Insgesamt ist die Vela 409 die minimal ernsthaftere Spaßbox mit den leicht besseren Allroundeigenschaften. Die Vela 408 kann aus meiner Sicht beim ersten Eindruck (wow, was aus der rauskommt) und beim Schwung, mit dem alles serviert wird gegen die 409er Vela Boden gut machen, in der Summe der Eigenschaften ist die Vela 408 sicher ein harter Anschlag auf die große Schwester, zumal sie mit 5.180.- Euro gegen 6.380.- Euro Listenpreis, kein Bonsaimachopreis, auch noch merklich günstiger ist. Die Vela FS 409 steht aber nicht ohne Grund an der Spitze der Vela-Serie.

Was heißt das für eine Kaufempfehlung? Ich sag mal so, die gesetzteren HiFi-Gourmets greifen zurecht zur 409er, die jungen Wilden werden den Kauf der 408er Vela sicher nicht bereuen und bei moderneren Musikarten mit viel Bass mit der kleinen eher mehr Spaß haben als mit der großen. Wer die Musik nicht analysieren sondern mitgrooven will, liegt bei der Vela 408 goldrichtig. Für Klassikfans könnte ich mich zwischen den beiden nicht wirklich entscheiden, was die 409er präziser ist, macht die 408er durch Dynamik und "runden" Klang wieder wett. Das ist schon beeindruckend. Die Vela FS 408 ist gerade wegen ihres Volumens, sorry, wegen ihrer Größe, das klingt charmanter, ein Lautsprecher zum Leise-Hören. Die hat einen guten Wirkungsgrad und somit schon bei geringsten Lautstärken ein vernünftiges Bassfundament, das, auch bei höheren Lautstärken, viele Lautsprecher nie erreichen werden. Wer also mit der "dicken Bertha" kuschelt hat´s angenehm und behaglich. Das sind Freuden, die man bei den schwindligen, dürren Schwundstufen von Lautsprechern nie erleben wird. Was lehrt uns das über Frauen, Männer, Diverse - haltet es mit den Dicken! Was uns lieber zur Frage der geeigneten Verstärkung bringt.

ELAC Vela FS 408 Lautsprecherterminals

Kontaktfreude ist genug da und genau da müsst´s Es die pack´n. Doch wie?

Geeignete Verstärker für die ELAC Vela 408

Ich sag mal so, da ist von den großen Yamahas bis zu den wärmer klingenden Amps á la Vincent alles drin. Nehmt keine zu hellen und keine zu schnellen Verstärker. Weil der Pumuckl nämlich keine Ahnung von HiFi hat, wo nicht alles, was sich reimt gut ist. Vom Wirkungsgrad her, ist es keine Kunst der Vela 408 Töne zu entlocken, da reichen auch kleinere Verstärker mit ein wenig Netzteilpower, wie z.B. der von mir immer gerne gehypte Cambridge Audio CXA 81 aus. Ich drück´s jetzt aber mal in Hegel aus, was in der Vela 408 drin steckt. Am "kleinen" Hegel H 95, der ja bekanntlich ein wenig basslastiger abgestimmt ist, als die größeren Brüder, macht die Vela 408 schon mal richtig Spaß. Das geht sauber ab, mit fettem Bass korrekten Mitten und locker flockigem Hochton. An sich alles da, außer, ja außer man packt den Hegel H 120 aus (irgendwann krieg ich auch den Test fertig). Da öffnet sich die Bühne noch ein Stück weiter nach hinten, da wirken die Beteiligten ein wenig größer, die Instrumente schärfer konturiert, da geht noch was. Zwingt denn ein Hegel H 190 die Vela zur Arbeit, kommt eine vorher nicht gekannte Luftigkeit dazu und irgendwie hat alles noch mehr Raum. Am 390er hab ich sie noch nicht dran gehabt, so ein Test ist ja auch ein Prozeß.

Was heißt das für die Praxis? Die Vela 408 hat, mit besser werdenden Verstärkern durchaus Potenzial nach oben und spielt dann auch noch sauberer. Wenn´s das Sparschwein hergibt, seid nicht zu geizig mit ihr.

Die ELAC Vela FS 408 im Sparkaufprogramm

Mein Lieblingsthema und der Grund, warum da oben Werbung drauf steht - Logo gibt es meinen (weißen) Aussteller wieder sparschweinegünstig. Logo fällt es mir schwer, Lispenpreis, äh Lischtenpreiß überhaupt zu buchstabieren, aber seid gewarnt, die Dinger sind zur Zeit noch rar. Der 408er Bestand bei ELAC hat sich für dieses Jahr, meines Wissens, bereits in die Hände der mutigeren Händler verflüchtigt und Nachschub ist bis wenigstens Mitte Januar nicht in Sicht. So wieselt denn, flink wie dieselben, zum Bonsaimacho, um

die ELAC Vela 408 zu kaufen!

Warum? Weil die euer Ehegespons locker übertönen können und näher an Urlaub als das, kommen wir in diesen Zeiten kaum. Also dawei!


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