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Apertura Stela Test
Es kommt ja immer drauf an, wofür es gut ist, wenn man sich was bauen lässt. Mir scheint, die einen finden, dass die erste Cyborgin in der Politik die Gaslobby besser vertritt als ein richtiger Mensch und lassen sich die Gaskathi fertigen. Im Prinzip ein sinnvoller Ansatz, unmenschliche Politik nicht mehr mit realen Personen zu verbinden, weit fortschrittlich für die Auftraggeber, oder wie man die nennen will. Habt Ihr die mal aus der Nähe gesehen? Will ja nicht über Industriedesign lästern, aber ein wenig mehr Mühe hätte man sich schon geben können. Andere, gerade Bonsaimachos, sind da mehr spaßorientiert. Wir lassen uns z.B. eine Apertura Stela fertigen und hoffen, dass sie uns nichts als Freude spendet. Da gefällt mir schon der Ansatz besser.
Die Apertura Stela - kleiner Standlautsprecher mit großen Ambitionen

Bevor wieder wer fragt und die Antwort bereut, nein, die wird normal nicht auf dem Servierwagen ausgeliefert, die ist nur schwerer, als mir lieb war für´s Foto einarmig hochzuhalten. Grad amal 97 cm Gesamthöhe mit Bodenplatte, da stellst ja freiwillig a Wagerl drunter. Dann kann man die auch noch erstaunlich nah an der Wand platzieren, ohne dass sie es übel nimmt, trotz Bassreflexöffnung hinten. Das klingt doch nach ner Lösung in kleineren Räume.

Aber obacht, die lebt. Zumindest bumst die ganz schön. Also schön jetzt im Sinne von präzise, knackig, trocken. Da wurde der Bass der kleinen Schwester nämlich mit einer 15 Ohm-Schwingspule auf mehr Drama getrimmt und dass da gleich zwei von den Dingern arbeiten (der Kanzler freut sich) führt auch zu sauber viel Bass, den man der Kleinen so gar nicht zugetraut hätte.
An dieser Stelle mal kurz die Anmerkung, dass mir komplett klar ist, warum in Deutschland keiner mehr arbeiten möchte. Bei uns wird halt mit überwältigender Mehrheit Arbeit besteuert und nicht Kapitalerträge oder Besitz, mit dem man meist viel mehr Geld macht. Eventuell sind die linksgrün versifften Ansätze, mal nicht immer die Faulheit der Besitzenden zu fördern und die Steuerlast von Arbeitern tragen zu lassen, doch näher an dem, was sich das "Volk" wünscht, als in der Politik getan wird. Die Regierung geht ja mit gutem Beispiel voran und spendet großzügigst für bedürftige Mineralölmilliardäre, weil sie leider vergessen hat, Sanktionen für den Fall einzuplanen, dass Steuererleichterungen vielleicht doch nicht... aber so was machen die sicher nicht, oder? Logisch treibt das Wähler in Scharen zu denen, die zumindest vorne versprechen, nach dem "gesunden" Menschverstand zu handeln. Der gerne zitierte Trickle-Down-Effekt, wenn man nur den Reichen noch mehr Zucker in den Ar... ach ne, das war ja direkt Geld, tritt irgendwie seltenst ein. Klappt übrigens am Wohnungsmarkt auch nicht. Könnte man nach Jahrzehnten der Testphase drauf gekommen sein. Egal.

Wir waren bei der arbeitenden Schwingspule in einem massiv versteiften und unterteilten Gehäuse. Da gibt´s sogar Teamwork. Das kennt nicht mal der Canceler. Ein aufgepeppter Hochtöner wird von einem Doppelmagneten auf Spur gehalten, was ebenfalls die Präzision der Abbildung erhöht. Dummerweise merkt man beim Einschalten, out-of-the-box, so nichts davon. Erster Eindruck nach dem Auspacken - dumpf und lahm mit zu viel Bass. Also mal nachgeschaut, was Jan Sieveking so empfiehlt. Siehe hier. Ah, muss man Einspielen, lang, sehr lang. Der gequälte Dynaudiokunde kennt das auch. Was ich allerdings noch nie hatte, war, dass mit dem Einspielen der Hochtöner so massiv nachkommt. Meist rührt sich mehr im Bass. Also liebe Hektiker, gemach, gemach. Rom ham´s auch nicht an einem Tag erbaut, auch wenn der Postillion schon anderes behauptet hat. Da hat es natürlich der Solaranlagenbesitzer gut, immer, wenn die Sonne scheint, Anlage an und die Stela dudeln lassen.
Wir zählen derweil mal die Pluspunkte bei Apertura auf: Die Lautsprecher werden mit selektierten Bauteilen von einer zuständigen Person/-in (gendern macht mir einfach Spaß), die auch die Frequenzweiche auf die verwendeten Bauteile anpasst, in ein äußerst stabiles Gehäuse verbaut. Die Chassis und das Dämmmaterial sind dabei ned amal so überragend gut, das Gehäuse ist aber das eigentliche Geheimnis von Apertura. Da nicht zu sparen zahlt sich direkt in Wohlklang aus. Die leicht geschwungene Form macht gegen Raumeinflüsse immuner und hart, wer weiß es nicht, ist immer gut.
Hörtest mit der eingespielten Apertura Stela
Wichtig ist ja immer die Wahl des richtigen Partners: Klingbeil und Merz, Dick und Doof, Stela und, hab mich vorerst mal für einen Hegel H 150 entschieden. Hielte ich für ne sinnvoll Balance, für den Lautsprecher (4.600.- Euro UVP) etwas mehr als für den Verstärker (2.995.- Euro UVP) auszugeben. Natürlich probieren wir später noch, was ein Verstärker mit richtig Power da noch rausprügeln kann. Wir Spielkinder probieren ja lieber, als lange nachzudenken.

Sagen wir´s mal so, etwas Mühe auf die Platzierung der Lautsprecher im Raum, den korrekten Winkel... solltet Ihr schon verwenden. Die verteilen die Instrumente über ein recht größe Fläche, allerdings nicht nur quer, sondern auch nach oben und unten. Die Sängerin in die Mitte zu kriegen ist dabei gar nicht so schwer, seitlich sind die recht tolerant und auch die Nachbarn links und rechts vom Haupthörer haben noch nen guten Stereoeffekt. Was mir allerdings passiert ist, war ein eher bodenständiges Klangbild. Das klang alles, als ob die Musiker und Instrumente geschrumpft seien und relativ tief unten auf ner Zwergenbühne spielen. Da sollte man eingreifen. Versucht es mit unterschiedlichem Einwinkeln auf den Hörplatz und scheut Euch nicht, im Zweifel mit einer über die Spikes leicht nach vorne oder hinten gekippten Box zu experimentieren. Die Stelas können definitiv was, wenn man sie lässt. Tuningtechnisch reagieren die äußerst positiv auf die Isoacoustic Gaia Füße, egal, ob in der alten oder neuen Version. Dreier Geier reichen.
Endlich - Experte bricht sein Schweigen über den wahren Klang der Apertura Stela
Ich liebe solche richtig beschissenen Aufmacherüberschriften. Nie, in Worten, niemals, hat jemals ein Experte über "sein" Thema geschwiegen. Die nerven dich sauberst damit, drücken es jedem auf´s Auge, der es hören will, oder auch nicht. Also, fragt, doch, wie klingt die Stela? Normal schweige ich ja drüber, aber bei Euch mach ich ne Ausnahme.
Zunächst mal fällt ein für die Größe wirklich potenter Bass ins Ohr (Auge wäre wohl falsch). Der kommt relativ trocken, federnd dynamisch rüber, mag ich schon mal, aber obacht in kleinen Räumen. Ich bin jetzt gar kein Bassfetischist, mehr brauch ich sicher nicht und wennst jetzt kein Hardcore Techno-Freak bist, würde ich auf so 15-20 Quadratmetern auch nicht mehr Bass empfehlen. Weil wir hier aber nicht beim Teufel sind, wo nach dem Kommentar zum Bass schon alles gesagt wäre, schweige ich lautstark weiter und verrat Euch, dass die auch sehr schöne Stimmen machen und dass der Hochton nach der Einspielphase wirklich gut abgestimmt bis an die Grenze hoch spielt, an der ich ihn gerade noch nicht als nervig empfinde. Wir sind hier noch ein ganzes Stück unter Piega, oder gar Diamanthochtönern, aber nicht wirklich weit von einem ELAC Jet entfernt. Da ist Auflösung und Präzision da, aber, gerade am Hegel, noch kein Anflug von Klirr. Spezialität bei diesen rundum strahlenden Hochtönern ist, dass die auch sehr gut Effekte nach oben wiedergeben können. Höre dazu: Ludwig Hirsch: "Bis zum Himmel hoch", das Lied der Turm. Klangfarben, Körper von Instrumenten, kleine Hallfahnen, kommt alles recht echt rüber, wobei kräftigere Verstärker, so viel sei hier gespoilert die Klangverteilung fördern, obwohl von den technischen Daten die Stela selbst mit Röhrenverstärkern betrieben werden könnten. Ich nehm das mehr als Zeichen von Qualität, dass die die klanglichen Vorteile "größerer" Verstärker (der H 150 Hegel reicht), ein H 400 ist mehr als doppelt so teuer, auch wiedergeben können. Das betrifft die kleinen Details in der Musik, die Luft um die einzelnen Akteure und die Präzision, mit der den Musikern ihr Platz zugewiesen wird. So weit also alles normal und für die Größe mehr als erstaunlich.

Der Zipfelplug ist mal richtig massiv verschraubt, sag ja, mehr Sorgfalt in der Produktion, als bei vielen Massenherstellern.
Die Aggressivität des Hochtöners ist, für mich erfreulich, leicht eingeschränkt, was dazu führt, dass Hardrock und Metal eher nicht so die Topdisziplinen dieses Lautsprechers sind, obwohl es der Bass hergeben würde. Außer Ihr tragt unter der Lederjacke gerne Nicki Pullover. Geht, ist aber keine Stärke. Richtig gut kommen die hingegen mit allen mechanischen, handgebauten Instrumenten zurecht. Alles, was in so einem klassischen Konzert an Instrumenten kreucht und fleucht, klingt sehr echt, gerade Metallbläser mit deren Ansatzgeräuschen und die Körper von Streichinstrumenten werden sehr glaubhaft dargeboten. Stimmen kommen absolut überzeugend rüber, da merkst auch mal, wenn jemand ein Zigarettla zu viel geraucht hat. Die holt euch die große Bühne in kleine Räume. Serviert wird eher trocken präzise mit einem Schuß Anrundung, um nicht knallhart analytisch zu werden. Das Mehr an Bass und die gesteigerte Präzision bedingen einen merklichen Respektabstand zur Sensa. Drüber kann ich dann erst wieder die Edena Evolution beurteilen, die ist etwas weniger trocken, aber klar gravitätischer im Auftreten und trotz des super detailreich arbeitenden Bändchens sensationell langzeittauglich zum Hören.
Ich fand die Stela ganz gut bei Blues, Jazz und Liedermachern, auch die klassischen Effektstücke, wie "Bubbles" beherrscht die sensationell gut. Irgendwie hat die so leicht highendige Gene, gute Details, den Blick für Kleinigkeiten und eine Ruhe mit Präzision, quasi die Schützenkönigin unter den kleinen Standboxen. Die ist dann schon etwas ambitionierter, als die Haudraufs für den Bass mit schrillem Hochton. Als Fazit, ein klar ins Highendige abzielender Lautsprecher für kleine bis mittelgroße Räume, der sich wenig an schlechter Aufstellung und engen Wandabständen stört. Korrekt platziert und mit Verstärkerboliden gesegnet dann zu einer Form aufläuft, die man dem Format schlicht nicht zutrauen würde.
Verstärker für die Apertura Stela
Ich mein, dass es Stereo war, die sinngemäß geschrieben hatten, dass die mit wirklich guten Verstärkern zu Hochform aufläuft. Was zählt da dazu? Ich würde die Aussage so interpretieren, dass die im Endeffekt sehr gut das Spiel mitmacht, je besser der Verstärker, desto besser der Klang. Ich würde es noch um folgende zwei Faktoren ergänzen wollen, bei mir hat sich die nicht so gut mit Röhrenverstärkern gemacht, obwohl die technisch an sich leicht ausgereicht hätten. Unter nem Fezz Silver Luna, und da sind wir immerhin bei 35 Röhrenwatt pro Kanal, war das alles irgendwie nicht stimmig. Gerade die Stimmen fand ich unecht, da ist jetzt nicht direkt der Bass ganz weggeblieben, aber fesch war´s ned. Der Fezz reagiert wohl mehr auf Impedanzen unter 4 Ohm, da geht die Stela aber nicht hin, insofern war das wohl auch die technische Grenze, ab der es ein Röhrenverstärker wieder gut packt. Aber eben Vorsicht bei schwachbrüstigen Röhren. Zudem würde, ich, ausnahmsweise, mal nicht zu warm mit dem Verstärker rangehen, wobei das immer schon Geschmackssache war. Der Caspian 4 G war´s nicht. Moon 340i fand ich gerade noch gut, aber keine ideale Kombi. Der Audia Flight FLS 9 war auch grenzwertig, hat´s aber aufgrund seiner extremen Präszision im Endeffekt gut gepackt. Mir hat am besten die Harmony Design A 90 Endstufe und der H 400 von Hegel gefallen, Atoll ging auch in die richtige Richtung. Der H 150 von Hegel war insgesamt so nah am H 400 dran (was wohl doch der eher harmlosen Stromanforderung der Stela geschuldet ist), dass er eigentlich das Mittel der Vernunft ist. Wobei beide Hegel bei mir mit G-Fuses verfeinert waren, was ich nur jedem empfehlen kann. Richtig Schmackofatz war aber der H 400. Unvernunft kann so schön sein.
Unvernunft, die uns natürlich zu Mi Mi Merz bringt, dem Erneuerungsfossil der CDU. Ich find, man merkt, dass sie den in der Schule gemobbt haben. Die Weinerlichkeit gegenüber Kritik konnte er sich voll erhalten und über Unvernunft komm ich drauf, weil der trotz faktischer Abwahl durch die Umfrageergebnisse immer noch dran festhält, seinen Millionärs- und Milliardärskollegen und -innen jedes Privileg zu erhalten und Politik ausschließlich für die zu machen, die jenseits seiner gefühlten Hartz-4-Grenze von 500.000.- Euro im Jahr bekommen, wir wollen bei manchen nicht von verdienen sprechen. Seltsam, dass das keine Mehrheit findet. Offenbar hat er in der Erziehung seiner Koalitionspartner unnötig mit Schlägen gegeizt, selbst die letzten fragen sich schon: "Kann der wirklich Kanzler?" Wie sonst könnte es sein, dass Maggus der Schwererziehbare von Frangen und aus Bayern, die von ihm selbst erarbeiteten Vorschläge zur Entlastungsprämie im Bundesrat ablehnt? An sich löblich, weil seine Ideen ja schon immer von minimalster Haltbarkeit und größter Flexibilität geprägt, also scheiße waren. Erziehungtechnisch aber ganz klar Backpfeife. Die Pipeline, wie der Engländer sagt, also die Pfeifenlinie lässt sich mit Bärbel der rebellischen fortsetzen, die Fritze beim DGB sauber in den Rücken gefallen ist und ihr eigenes Programm beworben hat. Ich will ja nicht zu Gewalt gegen Frauen aufrufen, aber als Kanzler und selbsterklärter Frauenbesitzer... Seh schon, das führt zu nichts. Ned dass Fritze den Burnout kriegt, weil Lars wie ein Beil klingt, wenn er in seinem Chor singen soll. Es wird nicht besser. Kommen wir zur Optimierung:
Wie kann man die Apertura Stela aufpeppen?
Zunächst mal Lautsprecherkabel, wie immer. Ich wäre da in der einfachen Version bei einem Supra Ply. Für Fortgeschrittene bei einem Supra Sword. Hintergrund hier, der Pepp und die Klarheit, die der Stela gut tun. Ich fand auch ein Alpha von Signal Projects absolut erfrischend, obwohl es den eh schon mächtigen Bass nochmal anschiebt. Das macht´s noch a weng rockiger.
Das hier:

nennt sich G-Tubes und entspricht weitgestgehend dem, was ich als Terminal Tightening Nuts hier schon beschrieben habe. Einfach hinten über die Anschlussterminals legen. Macht den Raum in alle Richtungen auf, verbessert die Präzision und die Durchhörbarkeit. Funktioniert bei allen Lautsprechern, die keine WBT-Terminals haben. Länge ist variabel.
Zu guter Letzt, und das meine ich in dieser Reihenfolge, legt noch die multi Wunderwaffe auf den Lautsprecher, den G-Punkt. So und jetzt, neuester Spaß, einfach mal an verschiedenen Positionen von mittig vorne, bis mittig hinten verschieben und lauschen, was sich tut. Ihr werdet es lieben.
Extremste Maßnahme und ich kann es aus eigener Erfahrung nur empfehlen: Torana und Aron bieten an, für 800.- Euro (Paar) bei Regallautsprechern oder 1.500.- Euro bei Standlautsprechern, diese klanglich zu überarbeiten. Obacht, da sind bauliche Veränderungen dabei und das ist nicht immer voll reversibel, aber richtig, richtig gut. Fragt mich nach meinen Erfahrungen, hört Euch bei mir die W5SE in der aktuellsten Überarbeitungsversion an und lasst uns nen Termin mit den beiden ausmachen. Ihr werdet vom Glauben abfallen und der Sekte der Bonsai-Heiligen beitreten wollen. Das klappt nicht nur bei so hoch entwickelten Lautsprechern, wie denen von Sven sondern zeitigt noch viel überragendere Erfolge gerade in den gehobenen Einsteigerklassen, wie bei der Stela. Ihr könnt bei mir auch mal in optimierte HiFi-Geräte, eine Stromversorgung und Kabel reinhören, das sollte Euch die Schwellenangst nehmen.
So, heute ein kleines Quiz zum Schluss: Woran könnt Ihr erkennen, dass Aron und Torana keine Scheinheiligen sind? Würden sie den Schein heiligen, wäre es teurer. Wo kriegst denn die höheren Weihen auf einmal im Gesamtpaket für die paar Mäuse? Quasi einmal Himmelfahrt? Als kirchliche Veranstaltung wäre das vermutlich stufenweise aufgebaut und wesentlich teurer. Vor allem aber mit viel unklarerem Ausgang.
Ich kenn Euch, Ihr sucht mehr den Eingang, um
die Apertura Stela beim Bonsaimacho zu kaufen
Gute Idee. Ihr kommt schon noch in den HiFi-Himmel.
